Muchar Regesten Innerösterreichs
Aus Quellen Alpen-Adria
Urkunden-Regesten für die Geschichte Innerösterreichs vom Jahre 1312 bis zum Jahre 1500. In: Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen 2 (1849), S. 429–510.
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| Muchar Regesten Innerösterreichs 1 | 8. Juli 1312 JL | Gösting | Heinrich von Hohenlohe und Elisabeth, seine Gemahlin, Tochter des Grafen Ulrich von Heunburg bekennen, „dass die Herzoge Friedrich und Leopold von Oesterreich und Steiermark uns und unsern Erben versetzt haben“ das Haus von Wernberg „mit Leuten und Gut um 900 Mark Gratzer Silbers“ — zu pfandweisem Genuss und freier Einsetzung eines Burggrafen, der jedoch dem Herzoge auch schwören muss und auf Wiederlösung. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 2 | 1. April 1334 JL | Udine | Nobilis et potens vir dominus Fridericus libertinus de Suneg, Carnioliæ et Marchiae capitanus generalis, Utini in nostro patriarchali palatio personaliter constitutus humiliter petiit, ut eum de subscriptis bonis, welche er und seine Vorältern schon justo jure feudali von der Kirche zu Aquileja gehabt hatten, investire dignaremur — pro se et suis heredibus—; diess geschah per fimbriam chlamidis — praesentaliter, — „decima in Lemburga, in nova ecclesia, in S. Petro in Saunthal, in Fraslau, in Prassberg, in Schalachthal.“ — Item alle jene Lehengüter, quae praedictum nobilem et suos hæredes contingunt ex parte suorum avunculorum comitum de Heunburg. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 4 | 4. Jänner 1336 JL | Wien | Die Herzoge Albrecht und Otto etc. schulden Friedrichen, Freien von Seunegg, Hauptmann in Krain und seinen Erben, „um seinen Dienst, den er des dortigen Jahres gegen Böheim gethan hat, 270 March Silber, Gratzer Gewichtes, — um den Dienst, den er uns jetzt und an die Gemarkhe gegen Ungarn that, und thun soll, 600 March Silber, Gratzer Gewichtes und dann 900 March Aglayer Pfenning um des Gutes wegen, das er Johann von Liebenberg für uns gewehrt und gerichtet hat“ — für diess alles versetzen und verschreiben sie ihm zum Pfand „unsere Vesten: Tyffer, Freudenegg, Clausenstein und Ratschach“ mit Leuten und dem ganzen Urbar, ihm und seinen Erben bis zur gänzlichen Schuldabtragung. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 5 | 4. Jänner 1336 JL | Wien | Albrecht und Otto, Herzoge von Oesterreich und Steyer. Mit ihrer Gunst löst Graf Ulrich von Pfannberg von Heinrich dem Frasse und seinem Sohne die Veste Kaisersberg und was dazu gehört, für 1000 Mark Silber, Constantzer Gewichtes, und um 100 Mark Silber von Ulrich dem Frasse die Mauth und das Gericht zu Pruck; um 320 Mark Silber, Gratzer Gewichtes von demselben die Gerichte zu Loiben und zu Kinnberch, und für 220 March Silber, Gratzer Gewichtes, dermal von der Essensteinerinn dem Landesfürsten ledig gewordene Renten am Kaiserberg. Auf dieses Pfand nun hat Graf Ulrich gewiesen, als Morgengabe seine Hausfrau, Gräfinn Margaretha. – Beide sollen lebenslang, dann ihre Kinder und im Falle diese nicht wären, die nächsten Erben des Pfannbergers diese Güter geniessen. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 3 | 4. Jänner 1336 JL | Wien | Friedrich, Freiherr von Sunek, Hauptmann in Krain, hat in pfandweisen Besitz von den Herzogen Albrecht und Otto die Vesten Tyffer, Freudeneck, Clausenstein und Ratschach gegen jedesmalige Wiederlösung. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 6 | 24. März 1336 JL | Sankt Paul im Lavanttal | Heinrich Abt zu St. Paul im Lavantthale giebt dem Friedrich, Freien von Seunegg die Veste Furtenegg, wie sie die Edlen von Heunburg zu Lehen gehabt hatten, zu weiterem Lehen. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 7 | 23. Mai 1337 JL | Udine | Henricus de Montparis, vasallus noster et ecclesiæ Aquilejensis, sendet auf die Lehen „quartam partem turris in Neidegg et in monte locatorum et unam curiam; dann sendet er auch seine Lehen auf, dem „Vasallus et eccles. aquileiens. nobilis vir Hermannus dictus Mindorfer unam aream in monte Neidegg et Curiam unam in Neyring“, welche dann zu Lehen erhält der egregius miles Fridericus, libertinus de Sunegg. Bertrandus Patriarcha. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 11 | 1343 JL | Hans von Reihenekk, Erzpriester im Seunthale und Pfarrherr zu Laibach. | |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 8 | 2. März 1343 JL | Vorau | Lorenz Probst, Gunther Dechant und das Kapitel zu Vorau. Jahrtagsstiftung für den verstorbenen Herzog Otto um 60 Pfund Pfenn. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 9 | 24. Juni 1343 JL | Judenburg | Herzog Albrecht stiftet einen ewigen Jahrtag und Gottesdienst im Kloster der Clarisserinnen zu Judenburg. Schwester Leukart derzeit Abtissinn St. Klara Ordens zu Judenburg. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 10 | 28. Juni 1343 JL | Der Probst Nikolaus und der Dechant Ratbod und das Kapitel des Klosters St. Katharina zu Stainz (Steuntz) bekennen, dass Herzog Albrecht für seinen verstorbenen Bruder einen ewigen Jahrtag um 60 Pfund Pfenn. stiftete. | |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 12 | 27. Februar 1347 JL | Celje | Hanns von Strassberg bekennt sich als Lehensmann Heinrich's Grafen von Görz, und des Grafen Friedrich und seiner Brüder von Ortenburg hinsichtlich des von seinem Bruder Utschalch erkauften Antheils an der Veste zu Stattenberg. – Siegler: Graf Friedrich von Cilly, Jörg von Scherffenberg, Rudolph von Katzenstein. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 13 | 24. Mai 1348 JL | Rheinfelden | Paul Ramung erhält vom Herzog Leopold die zwei Vesten Scherffenberg und Eppenstein in pfandweisen Besitz. Siegler: Hanns von Elibach, Ritter Albrecht von Nürnberg. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 14 | 18. September 1353 JL | Wien | Die Herzoge Albrecht und Otto von Oesterreich bekennen, dass sie schuldig seyen dem Ulrich von Pfannberg, Marschalch in Oesterreich und Hauptmann in Kärnten „des Dienstes wegen, so uns die vesten Ritter Zacharias von Hochenrain und Otto, der Panzenauer gethan haben, und um den Schaden, den derselbe Graf Ulrich empfangen hat in dem Streit, da die zween von den Leippen gefangen wurden, 1155 Mark Silbers und haben ihn dafür behauset gen Pfannberg, das er mit Herrlichkeit und dem ganzen Urbar inne haben solle – er und seine Erben – bis zur Zahlung der Schuld – oder, wenn wir ihm Egenburg mit dem Landgericht statt desselben Geldes einantworten. Anno 1332 am Georgitag.“ Diesen eben bezeichneten Brief, der dem Pfannberger unglücklicher Weise abhanden gekommen ist, bestätigt jetzt Herzog Albrecht. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 15 | 1354 JL | Milano | Herzog Rudolph von Oesterreich und Steyer. – Johann von Losberg, Kammermeister, hatte zu Lehen besessen die Veste Truchsen mit dem ganzen Urbar und sie dann wieder dem Landesherrn frei gegeben. Wegen der getreuen, nachahmlichen und nützlichen Dienste dieses Kammermeisters aber – und zur Ergötzung seiner Erben – verschreibt ihm der Herzog 2200 Pf. und gibt ihm dafür zu Pfand die Veste Luetenberg mit zwei Dörfern in Lutenvert zu Kreutz und zu Oppindorf mit allem Zugehör und Urbar, das Wein- Bergrecht jedoch, zum Theil sonst schon verpfändet, ausgenommen. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 16 | 15. März 1360 JL | Sankt Veit an der Glan | Accedentes ad nostram præsentiam nobiles viri: Eberhardus et Burchardus fratres de Altenburch. Diese hatten die Hälfte des Schlosses Altenburg, ihr und ihrer Vorvordern Aquilejenserlehen verkauft den Magnificis Ulrico et Hermanno fratribus spectabilibus comitibus Cillie. Sie senden nun die Lehen auf in die Hände des Patriarchen, der dann auf ihre Bitte die Grafen von Cilly investirt: advertentes grandem devotionis zelum, quem iidem comites, eorumque claræ memoriæ genitor, Fridericus comes Cilliae, habuerunt et habent ad dictam ecclesiam Aquilejensem, animo indefesso, – Comitem Ulricum in præsentia nostra constitutum – qui pro prædictis etiam juramentum praestitit. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 17 | 7. April 1362 JL | Wien | Altech der Halbenreiner und seine Frau Dorothea von Azenbruck lösen und erhalten als Lehen vom Herzog Rudolph von Oesterreich das Dorf Dädyngen, welches Nicolaus der Tausendlist von Radkersburg pfandweise inne hatte. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 18 | 10. Mai 1362 JL | Graz | Stephan von Helfenberg bekennt sich als Lehensträger von zwei Dörfern: „Deyding und Tauber, gelegen bei Rackersburg, die von dem Wildoninger herabgekommen sind“ und die er vom Wildhauser früher zu Lehen hatte. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 19 | 4. März 1363 JL | Celje | Heinrich von Rann bekennt sich als Lehensträger der Lehen, die sein Oheim, Niklas der Weissenegger von Gratz früher getragen, gegen Herzog Rudolph „das Dorf zu Niedernfarbenbach, die Maut zu Schwarzach, die nun gelegen ist an der Leutschach, den Hof von Grenegg, zum Theil das Dorf zu Lubsch, früher Wildonerlehen.“ |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 20 | 4. März 1363 JL | Celje | Hanns der Grabner empfängt die Lehensgüter „Dorf zu Niedern-Farmbach, die Maut zu Schwarzach, die nu gelegt ist gegen Leutschach, den Hof von Greneck, im Dorfe zu Lubsch, welche dem Wildoninger gewesen sind,“ und welche der Oheim des Grabners, Herr Niklas der Weissenegger von Graz, dem Landesfürsten aufgesandt hatte. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 21 | 1. Juni 1363 JL | Wien | Herzog Rudolf: „Unser Vater, Herzog Albrecht hat versetzt um 1180 Wiener-Pfunde die Burg und Stadt Feustritz dem weiland Friedrich von Wallsee von Drosendorf von Gratz;“ – dieser Satz wurde ledig – und auf das noch rückständige, wenige Guthaben wurde pfandweise die Veste Podenstein, deren eine Hälfte schon Heinrich von Wallsee von Drosendorf inne hatte – dem Friedrich von Wallsee gegeben. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 22 | 4. Juni 1363 JL | Wien | Herrman der Ketzer – Lehensträger von Pfannbergischen Lehen in der Gegend Semriach. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 23 | 24. Juni 1363 JL | Wien | Conrad Abt von St. Paul in dem Lavantthale verspricht nach Abgang des Hertl von Pettan alle Lehen seines Stiftes den Herzogen von Oesterreich, Steyer und Kärnthen zu verleihen. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 24 | 13. März 1364 JL | Wien | Chol von Seldenhofen, des Hauptmanns in Steyer Reversbrief, „dass ihm Herzog Rudolf von Oesterreich und Steyer, Windischgrätz mit 130 Pfund zu pfandweiser Nutzung gegeben habe.“ |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 25 | 11. April 1365 JL | Wien | Lehensrevers von Friedrich Wolfauer an Herzog Rudolph wegen seines an der Veste Klöch zu Lehen empfangenen Antheiles. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 26 | 7. Juni 1368 JL | Leoben | Herzog Albrecht: – Rudolph von Lichtenstein, Erbkammerer in Steyer wird Marschalk in Kärnthen und Lehensinhaber der Veste Trefen – nach Konrad von Auffenstein. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 27 | 6. Februar 1371 JL | Herzog Albrecht gibt dem Rudolph von Liechtenstein zu Murau, obristen Kammerer zu Steyer und Wien „bedacht die guten und getreuen Dienst, die derselbe Rudolph von Lichtenstein, unsern Vorvordern und uns sonderlich oft und dick, williglich und gern gethan hat“ – die Veste Treffen bei Villach mit dem Marschallamt in Kärnthen. | |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 28 | 4. Februar 1374 JL | Wien | Herzog Rudolph war dem Cholo von Seldenhofen — schuldig 1300 Pf. Wiener – Pfennige, wofür er ihm versetzt hatte — die Veste und Stadt Windischgratz für ein noch weiters Guthaben, zusammen 1500 fl.; Herzog Albrecht lösst nun das Ganze ein. Zeuge, Haug von Tybein. — Die Stadt und Veste Windischgratz in pfandweisem Besitz. — |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 29 | 20. Oktober 1374 JL | Wien | Herzog Albrechts Urkunden für Haug und Peter von Liebenberg – um die heimgefallenen Güter des Niklas des Daur. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 30 | 11. März 1375 JL | Wien | Herzog Albrecht. – Haug von Tybein und Jörig von Weissenegg lösen den Satz und die Veste von Mährenberg von dem edlen Grafen Iban von Pernstein, „welcher an diesen Satz gekommen war, von weiland denen von Pettau, von Wildon und von Wallsee um 1334 March Grätzer Silbers, Wiener‑Pfennige;“ – wofür ihm auch dieselbe Veste zu pfandweisen Besitz bis auf Ablösung bleiben soll. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 31 | 12. Mai 1375 JL | Dietmar Pfarrer zu Pöllau stiftet für die Kirche daselbst einen ewigen Jahresgottesdienst. | |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 32 | 5. Jänner 1376 JL | Wallsee | Urkunde Herzog Alberts und Leopolds für Hannsen von Liechtenstein von Nikolsburg. Herzog Alberts Hofmeister und seine Brüder Hertel und Jörg von Liechtenstein um die Veste und das Städtlein Traberg, wie diess Alles früher die Aufensteiner erbsweise, dann die von Stubenberg pfandweise inne gehabt hatten. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 33 | 1. Dezember 1380 JL | Brugg | Herzog Leopold schuldet dem Hanns von Stadegg 1100 fl. Wiener‑Pfennige – zum Theil baar empfangen, und 200 angewendet auf den nothwendigen Bau der Veste zu Fürstenfeld; dafür ihm verpfändet wird ein Satz zu Fürstenfeld und zu Feldbach. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 34 | 30. Dezember 1380 JL | Graz | Herzog Leopold schuldet dem Haug von Tybein, Hauptmann in Isterreich 14000 fl. – für Lösung der Veste Karlsberg bei St. Veit etc. wofür er in Pfandbesitz erhält das ganze Land zu Isterreich, mit der Grafschaft zu Mitterburg. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 35 | 2. April 1381 JL | Wulfing Welzer erhält von E– Grafen Friedrich zu Ortenburg Lehensstücke, in der Krachau, an der Oedt, die Wanderin am Wasserfall, im Prebal – „wie diess Alles der selige Rother von Murau inne gehabt hatte.“ | |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 36 | 20. April 1381 JL | Graz | Herzog Leopold – „Elisabeth Reutbergerinn Hofmeisterinn unserer lieben Gemahlinn.“ Referendarius Waehinger. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 37 | 9. April 1382 JL | Lienz | Hannsel von Schwanberg, erhält vom Fürsten Mainhard von Görz ein Lehensgut – „den Hof gelegen zu Prebatsch.“ Siegler: Ritter Heinreich, Burggraf zu Lienz. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 38 | 25. Juli 1382 JL | Wiener Neustadt | Herzog Leopold: „Hensel, Janes Sohn von Rohats erhält für sich und Ulrich und Jörig, seine Brüder, die Lehensgüter: zu Obernfressen ein Supp und 3 Huben, zu Tschriet, zu Ober Gabriach, zu Unter Zagel – insgesammt Lehen von der Herrschaft zu Tyffer, zu Wart und zu Podert, Lehen von der Herrschaft zu Scherfenberg.“ |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 39 | 27. März 1383 JL | Celje | Graf Hermann von Cilly, der Aeltere – und Ulrich, Pfarrer der St. Niklaskirche zu Seldenhofen, „die Cillierlehen ist,“ – sondern ab von der Pfarrkirche – die Kapelle unserer l. Frau auf dem Stain vor dem Markt zu Seldenhofen gelegen, auf welcher zugleich von dem Richter, Niklas von Schaissbacher und andern Leuten mit einem Capplan gestiftet worden ist, „der dort täglich Messe lesen soll,“ jedoch ohne Ausübung irgend eines pfarrlichen Rechtes, ausser wenn seiner dem Pfarrer nothdurft ist und er ihn fordert zu gottesdienstlichen Verrichtungen, es sei mit Beichten, Berauchen, Taufen, Predigen, Singen, Lesen, das er ohne grossen Schaden und Mühe thun möchte, die Mess soll er lesen alle Tage – früher, als wann der Tag anblasst, dass man läutet zur selben Messe und sie täglich gesprochen werde, ehe die Sonn aufgeht, – und unter derselben Messe soll er täglich öffentlich gedenken – unseres Grafen Hermanns von Cilly, unserer Gemahl, unserer Erben, bei Namen lebendiger und todter und unseres Oheims, Herrn Cholo von Seldenhofen, und des Stifters, Niklas Schaissbacher. – Doch in der Octav Assumptionis und Nativitatis soll in dieser Capelle die Messe erst angehen, als man in der Pfarrkirche zu dem Amt gewandelt hat – ohne alle Gefährde übriges der pfarrkirchlichen Rechte, als Begräbniss, Beicht, Verfassungen, Oelung, Weihen von Kerzen, Wein, Fleisch, Palm, Aschen, Predigen, Umgang um die Kirche mit Fahnen und Weihbrunn etc. – Da aber Hermann von Cilly und der Pfarrer Ulrich auch viele Gülten zur Kaplansstiftung gegeben haben, so soll das Präsentationsrecht dem Grafen, die Bestätigung dieser Präsentation dem jeweiligen Pfarrer zu Seldenhofen zustehen. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 40 | 3. Mai 1385 JL | Celje | Philippus de Alenconio, episcopus Sabinensis. Cardinalis et Patriarcha Aquilejensis — in nostra presentia constitutus, magnificus et potens dominus Hermannus comes Cilliæ nobis humiliter supplicavit, — ut ipsum de feudis suis antiquis, quæ ipse et progenitores hic antiquite habuerunt infeudemus ab Aquilejensi ecclesia —; in Anbetracht nun der unserer Kirche von jenen Vorältern erwiesenen guten Dienste, — und dass Graf Herrmann auch: erit fidelis et vasallus nobis et nostræ ecclesiæ de omnibus suis feudis antiquis manualiter investivimus eum cum fimbria chlamidis nostræ — salvo jure — nostræ ecclesiæ patriarchalis — et alterius cujuscunque. Quibus peractis dominus Hermannus comes, digitis elevatis nobis et ecclesiæ Aquilejensi juravit, ipse fidelis et legalis — und bereit zu allen Lehensleistungen zu sein. — Bona feudalia autem sunt haec: castrum Oberburg, castrum Altenburg, quod emerunt ab Altenburgerio, castrum Neideck, quod emerunt ab Henrico de Gradenik, decima in Lemburga, in Nova ecclesia, in S. Petro, in Seunthal, in Frasla, in Presberg, in Schalachthal. Item omnia feuda, quo prædictum comitem et hos heredes contingerant ex parte horum avunculorum comitum de Heunburg et quo illi et antecessores eorum a prædictis antecessoribus nostris et ecclesia patriarchali Aquilejensi habuerint. Item omnia feuda, que tenuit Udalricus de Pillichgratz ab Aquilejensi ecclesia, que vendidit dicto domino comiti. — Item decima in Rebschitz, sita in predio Tyfer. Item omnia feuda, quæcunque dominus Leopoldus de Sunek libertinus tenuit ab ecclesia Aquilejensi, in quibus idem dominus hereditario jure successit. Item decima sita in plebibus Ponigl et sanctæ Crucis, ex ista parte aquæ, quæ vulgariter dicitur Satel; item decima in Liechtenwald et Gurochfeld usque ad ripas Satel et Gurch, quæ emerunt a Scherfenbergero; item decima in Reiffnitz. Item judicium in Oechnoy, emptum a domino Colone Scherfenberger. Testes Fr. Nicolaus abbas in Oberburga, ordinis S. B. nostræ Aquilejensis diocesis. Nobilis viri: Nicolaus de Speginberg, nostro, ac Martino de Reichenegg, milite dicti comitis, mareschalcis, Hugo de Hervorst , decano Corcondiensi, cammerario et cancellario nostro, Joanne de Altenburg milite, Rudolpho Plankenwarter domicello etc. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 41 | 19. Februar 1389 JL | Cividale del Friuli | Joannes patriarcha Aquilejensis ecclesiæ – spectabilis et magnificus dominus Wilhelmus comes Cilliæ coram nobis constitutus supplicavit, ut ipsum nomine nepotis sui comitis Hermanni tanquam senioris, ipsum comitem Wilhelmum ac heredes eorum – die oben beschriebenen Lehen – auf die oben angegebene Art und Weise verleihen möchten; – diess geschah: Presentibus Monquardo de Randegg, decretorum doctore, vicario nostro in spiritualibus, Augustino priore novi monasterii in Brimna, Joanne de Mila, Friderico decano in Tyfer, nobili Ludovico de Porcillis, magistro curiæ nostræ, Nicolao de Pulzinico, comitibus Ricardo de Malvasore, Wenzeslao etc. Thomasino de Spernbergo, Friderico Gleinizer capitano Goritiæ etc. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 42 | 2. September 1391 JL | Žiče (Kloster) | Datum in domo S. Frater Joannes, prior Carthusio indignus – notum facimus – quod considerantes favorabilem protectionem etc. defensionem, nec non plurima beneficia, quæ nobiles et potentes domini, videlicet – Eominus (?) Hermannus etc. dominus Wilhelmus comites Cilie ac generales capitanei Carniolæ, Morasteniis, Vallis S. Joannis in Seiz, Vallis S. Maritii in Gyrio etc. Vallis jocosæ in Freiniz nostri Carthusii ordinis ipsorum gratuita benignitate atque pia devotione hactenus contulerunt etc. quotidie conferunt – wird ein jährlicher Gottesdienst für dieses edle Grafengeschlecht in singulis monasteriis ordinis dicti aus Dankbarkeit auctoritate capituli generalis – auf ewige Zeiten angeordnet. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 43 | 25. April 1393 JL | Wien | Albrecht und Wilhelm, Herzoge von Oesterreich und Steyer, – von ihnen und vom Herzoge Leopold hatte pfandweise inne – die Veste Mithau Graf Hermann von Cilly, derzeit Hauptmann in Krain, von welchem sie die edle Gräfin Catharina von Pettau, weiland Grafen Stephans von Vegl und Modrusch Wittwe, um 1800 fl. Wiener‑Pfennige löste. Die Gräfin erhält nun für sich und ihre Erben den pfandweisen Besitz der Veste Mithau mit allem Zugehör. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 44 | 25. Mai 1396 JL | Wien | Otto von Frenfels, dem Pfleger und Hauptmann in Kärnthen erlaubten die Herzoge Wilhelm und Albrecht, Vettern von Oesterreich und Steyer – zu lösen um 760 Pfund Wiener Pfennige von Ramung und seinem Bruder Paul selig: die Vesten Ober- und Niederstrechau und 40 Pfund Geldes aus der Bürgersteuer zu Rotenmann, zu pfandweisem Besitze – mit der Burghuth, – doch mit Ausnahme der Mauth zu Rotenmann. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 45 | 8. März 1401 JL | Niklas der Schlüssler – ist Lehensträger der von Ulrich und Konrad von Kapfenstein in der Landschranne zu Gratz vergeblich angesprochenen landesfürstlichen Güter zu Hirsau, am Moseckhof, Höflein, Oberrigel, Niederrigel, Voglhof, Schoberhof, Haunsteinerhof unter der Kirche zu St. Catharina, Zehent einer Gemeinde an dem Pfaffenhof zu Birkfeld, Haus zu Rackersburg, 4 Huben zu Herpesdorf. | |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 47 | 1404 JL | Wien | Lehenbrief des Herzogs Wilhelm an Niklas Vögl, Richter zu Voitsberg über 8 Mark Goldes auf die Mauth zu Judenburg und 2 Huben an dem Taberalsee. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 46 | 18. Jänner 1404 JL | Wien | H. Wilhelm verleiht dem Niklas Vögl Richter zu Voitsberg seine Erblehen, 8 Mark Goldes auf die Maut zu Judenburg und 2 Huben an der Piberalpe bei dem Rayswege. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 48 | 17. April 1405 JL | Soffumbergo (Burg) Soffumbergo | Antonius Aquilejensis patriarcha – ad supplicationem magnifici et potentis domini Hermanni Cilliæ Segoriæque etc. comitis, amici nostri carissimi – investirt ihn in die Zehnten in parochia Seldenhoven, quas quondam nobilis Chol de Seldenhoven, dum viveret, obtinebat – hereditario jure ad comitem Hermannum perventas. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 49 | 21. Dezember 1405 JL | Graz | Christof von Rappach – im verlängerten Pfandbesitz der Herrschaft und des Schlosses Wolkenstein. – Sieg. Andrä Kragel Landrichter zu Gratz. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 50 | 27. Juni 1408 JL | Wien | Sigmund Maurbeck versetzt um 200 fl. und um 200 Pfund Pfenninge dem Diepold dem Ramung für Lehensgüter eine Mühle bei der Mürz zu Mitterndorf, ein Gut daselbst, zwei Höfe an der Lutschaun, zwei Güter im Kinthalerbach, 1 Hof zu Kinthal, ein Gut im Schlag, in der Weitschen, Getreide-Zehent am Aichenberg, bei Gotschach, am Genz, zu Walerstein, 1 Fischweide genannt die Fressnitz – Herzog Ernst gibt dazu seine Einwilligung. |
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