Elze Urkunden-Regesten Auersperg

Aus Quellen Alpen-Adria

Theodor Elze, Urkunden-Regesten aus dem gräflich Auersperg’schen Archiv in Auersperg. In: Mittheilungen des historischen Vereins für Krain  16 (1861), S. 11–16*, S. 39–40, S. 48, S. 49–54, S. 57–60, S. 65–67 und Mittheilungen des historischen Vereins für Krain 20 (1865), S. 3–6.


*) Wir fühlen uns angenehm verpflichtet, an dieser Stelle für die Liberalität, mit welcher die Durchforschung des historisch so wichtigen gräflich Auersperg’schen Archives von dem Hochgebornen Herrn Grafen Josef v. Auersperg gestattet wurde, unseren innigsten Dank auszusprechen. Die Red.

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Elze Urkunden-Regesten Auersperg 118. Mai 1241 JLPerovo(Nos) Chunrad von Sevnek überträgt Herrn Herbard von Awrsperg, seinem Getreuen, den Zehnten in Gutenveld, in Reiventz (Reifnitz) und in Polan (Pölland) 1), welchen er vom (venerab. Dom.) Patriarchen Berchtold zu Lehen besaß (in campis, terris laboratis, habitis et habendis, villis, nemoribus, silvis etc.), als Lehen. ― Zeugen: nobiles viri, Comites Dominus Vlricus de Sternberg, Dominus Vlricus de Phanberch, Hellenwicus de Griez, Hainr. de Plumstein, Heidenricus de Sevnek, Popo de Lengenburch, Mainhalmus de Awrsperch, Pucelinus et Mainhalmus de Zower.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 211. September 1256 JLDer Convent von Sittich übergibt an Herrn von Auersperg einen Wald in Lasitsch 3).
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 330. April 1265 JLLjubljanaPhilippus, Dei gratia S. Salispurg, ecclesiae electus, Apostol. Sedis legatus, belehnt die Brüder Herbord, Otto und Meinhalm von Owersperch mit der villa apud Weychssen und Zugehör, unter Zustimmung und Mitsiegelung seines Bruders (Herzogs Ulrich). ― Zeugen: Herr Dietrich von Althann, Herr Rudlin von Pyrpöum, Herr Hermann von Urenberch, Herr Hermann von Rabenstayne, Herr Herand von Owersperch, Leo der Schreiber, Wolrich der Schreiber, Weiker von Pyrpöum, Geisselbert, Waizmann, Meinhalm von Tal, Reynhard von Waldenberch.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 41. Juni 1267 JLLjubljanaUlrich Herzog von Kärnten, Herr von Krain und der Mark gibt den Brüdern Herbard, Otto und Meinhalm von Owersperch wegen ihrer jederzeit und selbst mit großem Kostenaufwand bewiesenen Treue 9 Huben in villa Rat, und anstatt der villa de Purchstal, welche Herr Eberhard von Wipach durch Richterspruch und Rechtsordnung erhalten, 10 Huben in villa Mos zu Lehen, und ertheilt ihnen zugleich das Vorrecht, daß alles, was sie oder ihre Erben an Dörfern, Huben u. dgl. in des Herzogs Besitzungen von seinen Leuten kaufen würden, als ihr Lehen gelten solle. ― Zeugen: Jakob von Guotenberch, Gebhard von Guotenaw, Walther genannt Ungar von Stein, Gebhard von Lilienberch, Rudlin von „Laibach", Willehalm von Minchendorf, Hermann von Rabenstein, Albert von Zeiselberch, Nikol von Reutenberg, Weizmann von „Laibach."
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 524. September 1267 JLUlrich v. G. Gn. Herzog von Kärnten, Herr von Krain, erweist Herbord von Aursperg (dilecto nostro ministeriali) wegen geleisteter und noch zu leistender Dienste die besondere Gnade (gratiam specialem), daß derselbe die von einem ihm gehörigen Manne mit einem dem Herzoge gehörigen Weibe gezeugten ehelichen Kinder zu eigen besitzen solle (teneat et habeat proprietatis nomine, omni jure, quo ad nos rationabiliter pertinebant), und vergünstigt auch, daß ein Herzogliches Weib, welches an einen Auerspergischen Mann verehelicht ist, wenn es wolle, sich in Auerspergische Hörigkeit (sub alas ipsius Herbordi nostri) begeben könne.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 64. Jänner 1270 JLPazin/PisinoMeinhard v. G. Gn. Graf von Görz, Tirol und Vogt (advocatus) der Kirche von Aquileja, belehnt Otto von Ouversperch mit der villa Armansdorf und andern Besitzungen, welche ehemals Meinhard von Schonenberch als Pfand inne hatte, und in seinem letzten Willen ihm (dem Grafen Meinhard) als los und ledig zurückließ, um die Summe von 180 Mark Aquilej. Geldes, jedoch mit dem Rücklösungsrecht innerhalb 10 Jahren. ― Zeugen: Ulrich von Rifenberch, Winther von Guteneker, Werenhard und Friedrich von Eberstein, notarii nostri.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 71273 JLKostanjevica na KrkiUlrich v. G. Gn. Herzog von Kärnten und Herr von Krain bestätigt den Kauf von Gütern (villis cum pertinentiis, silvis, aquis, pratis, vallis), welche Herbord von Auersperch (fidelis noster) von Friedrich von Valchenberch (fideli nostro) gekauft, und gibt dem Herbord von Auersperch und seinen Erben einen Wald jenseits des Wassers Eysch, der vom Ende dieses Wassers bis (usque ― zum Schlosse) Auersperch sich erstreckt, zu eigen. ― Zeugen: Wilhalm von Minchendorf, Dietrich von Althann, Otto und Dietrich von Schonberch, sein Sohn Ramser von Aychelberch, Seybot genannt Pabo von Rotenpach, Rudolf Vnhold. Chunrad Galle, Leutold und Chunrad.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 823. April 1288 JLBruder Nikolaus, Abt des Klosters bei Landestrosth, verkauft zufolge gemeines Willens des Convents eine Besitzung oder Gut (terram sive praedium) Namens Prypsthorf dem edeln Herrn Meinhard von Vrsperch für 16 Aquilej. Mark. ― Zeugen: Bruder Heinrich, Prior daselbst; Herr Jakobz, vormals Abt; Bruder Stephan, Mönch; (seculares vero) Herr Nikolaus von Siecherperch, Meinald officialis Domini Ducis. ― Siegler: Ven. Dom. Alb. Visitator abbas de Victoria.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 922. Februar 1290 JLMehovoAlbert Graf von Görz und Tirol, Vogt (advocatus) der Kirchen von Aquileja, Trient und Brixen, gibt in Berücksichtigung der von Menzlin dem Jüngern von Owrsperch geleisteten und noch zu leistenden Dienste (cum bona voluntate ac consensu omnium castellanorum seu burger ….. nostrorum in castro nostro Hopphenbach) demselben und seinen Erben Arcam unam situatam in castro Hopfenbach, so wie Puzlin, der Großvater des erwähnten Menzlin es besaß, zu Lehen. ― Zeugen: (milites nostri) Volsing von Chranchberch, Dietrich von Schonenberch, Volrich von Trefen, Otto genannt Schalk magister Curiae nostrae, Gerloch von Hertenberch, Otto von Valkenstein marschalcus noster, Meinhard von Owrsperch, Otlin von Owrsperch.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 1025. Juni 1295 JLMehovoAlbert Graf von Görz u. s. w. überträgt die Temporalien der Jurisdiction der Kirche St. Mariä in Metlik („Metlika apud Augiam juxta flavium Culpae“), die durch den Tod des Herrn Volrich von Zernömel, Pfarrers derselben Kirche, vor Kurzem erledigt sind, dem Geistlichen (clerico) Gerloch, dem Sohne Meinzlins von Hopfenbach, seines lieben Getreuen. ― Zeugen: Herr Volrich von Reyfenberch magister Curiae nostrae, Heinzmann camerarius, Cunrad magister coquinae, Cunrad und Rudolf notarii nostri.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 1117. Juni 1313 JLGraf Heinrich von Görz und Tirol, Voit der Gotsheuser Aglay, Trient und Brixen belehnt Herrant von Auwersperch mit 6 Huben, die daß Winchel gelegen sind, das da gehaizzen ist daß dem Niderm Winchel. ― Zeugen: Herr Rauch der Hofmaister, Herr Winther von dem Neunhause, Herr Hainr. Fulein, Greif von Reutenberch, Philippe von Meichauwe, Walchun von Neutenberch (und andere piderbe leute).
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 1212. Dezember 1318 JLFeldkirchen in Kärnten„Wir Friderich von Gottes gnaden Romischer chünig allezit ein merer des Riches tun chunt mit disem brieff, vnd veriehen, daz wir vnsern getreven, lieben, volgern vnd Herbort gebrüdern, genannt von vrsperch, vnd ir erben, haben verliehen ze Rechtem lehen, daz Oberhus zu vrsperg, vnd daz Nider, vnd swaz si da hant gebuwen, oder noch buwen wellent, dar zu habnt si vnsern vnd vnser bruder der Herzogen von Österrich, ganzen willen vnd gvnst, vnd dez ze einem vrchvnd, geben wir in disen brief besigelt mit vnserm chvnklichen Insigel Der ist geben ze veltchirchen dez Eritages nach sant valenßus tag. Do man zalt von Cristes geburt Dreuzehenhundert Jar, vnd dar nach in dem abzehenden Jar, vnsers Riches in dem vierden Jar.“
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 1316. Oktober 1323 JLLjubljanaRüdiger und Rüpel, Ruprecht's Söhne, von Ig verkaufen an Chunrat genannt Chrumbach von Laybach und seine Wirtin 4 Huben ze Verblach in dem Dorf in der Gegend da ß Ig, von ihrem Lehen, zu Lehen, mit allem Zugehör („mul, mulstet, stampf, stampstet“ u. s. w.), wie sie es „ent her“ von des Landesherrn Gnade gehabt haben, „in den nächsten ingenten 4 Wochen und der Lantherr chomt her in das Lant chrayn“, für 60 Mark alter Aglaier Pfennige. ― Zeugen: Chunrat der Iger, Merthel sein Bruder, Haertel von Pilchgretz, Lienhart der Porger, Wolrich der snicenpavmer, Maerthel Maerthleins sun, Alber von Sand Peter, Richter ze Laybach *) (und and. erb. leut genuch).
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 1413. Mai 1324 JLGoriziaHeinrich v. G. Gn. König zu Pehaim und Polan, Herzog ze chernden, Graf ze Tyrol und ze Görtz, als Gerhab seines jungen Vetters Johansen des edeln Grafen von Görtz bestätigt Herborten von Owersperch die Beweisung der 25 Mark Geldes, die ihm seine (Heinrich's) liebe Muhme Beatrix die edle Gräfin von Görtz mit ihren Briefen gethan hat, für dritthalb Hundert Mark Schullinge, die sie ihm (Herbarten) gegeben hat zu Annen seiner Wirthin, ihrer Jungfrau.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 1528. Oktober 1329 JLMutaDie Augustiner „ze der Mautt“ verpflichten sich gegen Chunegund Herrn Gotschaligz witib von Pleiburch zu Kirchenfeiern und Seelenmessen für sie, ihre Kinder, ihren verstorbenen Mann und dessen Eltern Gotschalig und Elzpet.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 164. August 1334 JLGoriziaBeatrix, Gräfin zu Görz und zu Tirol, nachdem Herbort von Awersperg bewiesen, daß sie ihm für die dritthalb hundert Mark, welche sie ihm zu seiner Wirtin Heimsteuer versprochen, nicht hinlängliche Satzung gegeben, versetzt ihm auf ihres Rathes Rath die Mühle bei dem Hof, den Merthel von Neydek inne hat, „swann si von im ledig wirt,“ und 1 Hube zu Plissiwitz, welche Pfänder jedoch auf ihre, oder ihres Sohnes, des edlen Grafen Johann Heinrich von Görtz und von Tyrol, oder seiner Bezahlung zurückfallen sollen.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 177. Jänner 1337 JLGoriziaBeatrix, Gräfin zu Görz und zu Tirol für sich und ihren lieben Sohn Graf Johans Heinrich weist Herborten von Owersperch für seinen in ihrem Dienste während des Krieges mit dem „Patriarg“ an Rossen erlittenen Schaden von 110 Mark Schiilling auf ihr Geld und Urbar zu Seusenberch an, welches er benützen soll, bis ihm sein Schaden von 110 Mark gewert ist, oder ihm die noch restirende Summe gezahlt wird. Auch empfiehlt und überläßt sie ihm 2 Mühlen daselbst, von denen er zu Seusenberch und zu Schönnberch „wahter vnd Torwaertel“ berichten soll.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 188. August 1337 JLPazin/PisinoGraf Johans von Görtz und von Tyrol, Vogt der Gotteshäuser zu Aglay u. s. w. bestätigt dem „Herrn Herbort von Owersperch“ den Satz etlicher Güter, welche seine Mutter Frau „Beatris Graeuin ze Görz vnd ze Tyrol vmb seiner wirtin vrawn Annen der Rotawerin Haimstewer vnd rechte“ ihm versetzt hat. ― Zeugen: Erhart von Eberstein, Niclaus von Velds der Ritter, Friczil von Eberstein.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 1910. Jänner 1342 JLWienAlbrecht v. G. Gn. Herzog zu Österreich, „ze Styr vnd ze Kernden“ verleiht das „Chamerampt ze Kernden, ze Chrayn vnd auf der March,“ welches Heinrich und Ulrich Gralanden von Lebenberch aufgesandet hatten, Leupolten und Greiffen Gebrüdern von Reuttenberch (später auch „Rauttenberch“ geschrieben) auf deren Bitte.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 207. April 1342 JLFryderich der Schraeffel von Mülwach bekennt und erklärt, daß sein Oheim Hans sel. Märkhleins Sun von Vardynns ihm eine Wiese, die er von seinem Vater geerbt, welcher sie von dem Mayor von Vyers erkauft, gelegen auf Walach (Wolagkh?) überwiesen habe, damit er sie verkaufe, doch nicht unter 20 Mark.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 2124. April 1343 JLOrtolf und Friedel Brüder von Awrsperch und Trauta, Herrant's Tochter von Awrsperch verkaufen einen Zehent gelegen zu Gutenfeld in der Gegend zu Munkendorf von der Lessthaler Hube für 10 Mark Agler Pfennig an Lewen den Chrainer ze Reyfnicz. ― Siegler: Ortolf und Friedel von Awrsperch.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 2218. Juni 1343 JLOrtnekOtt und Friedrich, Grafen zu Ortenburg, für sich, ihre Brüder und Erben erklären, daß sie wegen aller Streitigkeiten, die sie mit den edeln Herren, Herrn Volker und Herrn Herborten Brüdern von Owersperch gehabt, die Edeln ihren lieben „Sweher und Vater“ Graf Friedrich von Cili, Schench Rainhern von Osterwitz *) und Herrn Otten von Himelberch zu Schiedsrichtern erwählt haben, und geloben bei ihrer Treue an Eides Statt deren Richterspruch zu halten. Diese haben aber gesprochen: (1) eine gänzliche Aussöhnung beider Theile und ihrer Diener; (2) die Forderung der Ortenburger an die Auersperper für Herrn Chunrat sel. von Aufenstain von 2100 Mark Aglayer Pfennige wegen des Todschlags zweier erbarer Diener wird aufgehoben; dafür verlieren (3) die Auersperger alle Ansprüche und Anforderungen auf den „Purchperg ze Ortnek“ und auf die Güter zu Stodersitz (Schoderschitz) und zum Prüklein (Prückl) gelegen, und auf das Dorf zu weychsel, und auf alle die Güter, welche die Ortenburger bisher in Nutz und Gewähr gebracht haben, und müssen vielmehr das Dorf Weychsel mit Leuten, Rechten und darüber habenden Briefen an die Ortenburger übergeben; (4) mit dem Zehenten zu Reyfniz gelegen, welcher von ihrem vorgenannten „Sweher und Vater“ Graf Friedrich von Cili zu Lehen geht, soll geschehen, was Rechtens ist; (5) dem Melczen (Alber von Auersperg) sollen die Auersperger seinen Theil an der Vest ze Owersperch gemäß seinen Briefen lassen; (6) betreffend Ernesten von Pölan sollen die beiderseitigen Forderungen gänzlich aufgehoben und beendigt sein; (7) der Gümpeler und seine Kinder sollen Ortenburgisch sein, und sollen die Auersperger keinen Anspruch darauf haben; (8) über die Güter des Gümpeler sollen alle „Tage“ aufhören; die Richter haben darüber nicht zu sprechen, das gehöre vor den Herrn, von dem sie zu Lehen sind, oder wo sie es zu recht suchen wollen; (9) desgleichen sollen die Forderungen der Auersperger an Andren, einen Ortenburgischen Diener, aufgehoben sein; (10) was beide Theile an Bauern des andern Theils inne haben, das sollen sie behalten; was aber beider Theile Diener an Bauern des andern Theils inne haben, darüber soll Einer dem Andern ein Recht thun zwischen Ortnek und Owersperch; (11) bezüglich der „Pymerk“ (Markungen?), welche zwischen den Auerspergern und dem Harrer streitig waren, soll man fünf der ältesten da herum gesessenen Männer nehmen, und was die darüber sagen, das soll „stat“ sein, und soll das geschehen zwischen hinnen und dem nächsten S. Jakobstage in dem „Newn“ (d. i. Jahre); (12) von den Lehenschaften von dem von Salzburch und von dem von Stuwerch sollen die Auersperger, wenn die Ortenburger Briefe darüber haben, von diesen das, was sie von der Lehenschaft besitzen, zu Lehen empfangen und darüber Schrift geben; vergäßen sie etwas, oder hätte es ein Anderer inne, so sollen die Ortenburger bei den Schiedsrichtern Recht suchen; (13) über die „Pymerk“ von Valchenberg sollen die Briefe des Herzogs, oder wenn sonst etwas ist, der Ausspruch von fünf der ältesten dort herum gesessenen Männer entscheiden; (14) falls die Auersperger über die „Pymerk“ zu Los Bricke von dem Patriarchen, oder Urkunden haben, so soll es dabei bleiben; etwa Streitiges soll durch den Ausspruch von fünf der ältesten dort herum gesessenen Männer entschieden werden; (15) bei der Maut zu Los, so lange die Ortenburger sie inne haben, sollen die Auersperger das, was sie in ihr Haus führen, nicht mauten; (16) bezüglich des Gutes, das die Auersperger im Loser Gericht haben, soll, gemäß den vom Patriarchen darüber habenden Briefen, der Ortenburgische Richter auch auf diesem die Gerichtsbarkeit üben; (17) die Streitigkeiten wegen der Maut zu Raschnitz (Rašica) sollen beide Theile vor dem Herzoge austragen; (18) die ehgenannten Auersperger sollen den Ortenburgern dienen jeder Mann selb dritt in dem Land zu Chrain und auf dem Charst bis an die Isnitz (Isonzo), auf der March oder in Kernden, und zwar, wenn es über drei „Rast“ von Ortenburgischen Vesten ist, auf deren Kosten; möchten sie selbst nicht fahren, so soll „ir yeglich drei Dyener dazu senten,“ und sollen sie dieses Dienstes gebunden sein von nächstem S. Michelistag über ein ganzes Jahr; sollten die Ortenburger dieselben jedoch außer Landes zu Dienst bedürfen, so sollen sie ihnen wie ihren andern Dienern thun; (19) wäre aber in den angeführten Sprüchen etwas vergessen, so haben die Sprecher Gewalt darüber noch zu sprechen zwischen hinnen und nächstem Michelistag, welcher Theil auch bei den Sprechern das anbringe; (20) würden jedoch die genannten Auersperger im Dienst der Ortenburger etwa Schaden erleiden, den sie erweisen, den sollen ihnen die Ortenburger von ihren „genaden“ ersetzen, wie andern ihren Dienern. ― Siegler: die beiden Grafen von Ortenburg und die drei Sprecher.
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 2310. Jänner 1345 JLLjubljana„Charel, Otten sun von Loz, dem Got genad,“ bestätigt von Herrn Greif von Reutenberch über 100 Mark, welche sein Vater diesem Letztern geliehen hatte, berichtigt zu sein, und spricht diesen, seine Erben und Burgen, so wie die Herren Volker von Awrsperg, Ortolf von Reutenberch und Leupolt von Reutenberg (als Bürgen) ledig. ― Siegler: „mein gnädiger Herr Graf Ott von Ortenburch, mein lieber Enn daz Phäflein vnd mein lieber Öham.“
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 2410. Dezember 1346 JLHeinrich in dem Michelpach und Percht seine Hausfrau verkaufen einen Acker, der von Herrn Chunrat dem Planckenbarter (Plankenwart) zu Lehen ging, „vmb Newn guldein florin“ an ihren „ochaim Rüdgern in dem michelspach“ und seine Hausfrau „Elzspett.“ ― Siegler: Herr Chunrat der planchenbarter, „wand ich aygen insigel nicht enhau.“
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 2521. September 1347 JLOrtof (Ortolf) von Awrsperch und Alber, Friedeleins Erben, verkaufen eine „hweben“ (Hube) zu Mitter-Lippowiz (in der Nähe von Schoderschitz) an Herrn Dietreych von schonberch um 8 Mark Agler Pfennig. „Des sint gezewen Meinhart der Richter vnd Hanczel der oggorel vnd Hans vicarj, der ze den zeiten was.“
Elze Urkunden-Regesten Auersperg 262. April 1349 JLNikel der Häk, und Elle, seine Mutter, und Reichtz (Richiza), seine Schwester, verkaufen mit Zustimmung „ihrer Herren“, Herrn „Herwortz vnd völkleins von Awrsperg und Herrn Hainreichs von Ig und Herrn Otten von Ig ihren halben Hof zu prunn gelegen an Hermann von der Aynod und seine Erben. ― Siegler: Herwort und volkel von Awrsperg, Hainreich von Ig, Ott von Ig.