Elze Urkunden-Regesten Auersperg 7

Aus Quellen Alpen-Adria

Elze, Theodor: Urkunden-Regesten aus dem gräflich Auersperg’schen Archiv in Auersperg. In: Mittheilungen des historischen Vereins für Krain  16 (1861), S. 11–16, hier S. 12.



7) 1273 4). ― (Actum prope Landestrost.) Ulrich v. G. Gn. Herzog von Kärnten und Herr von Krain bestätigt den Kauf von Gütern (villis cum pertinentiis, silvis, aquis, pratis, vallis), welche Herbord von Auersperch (fidelis noster) von Friedrich von Valchenberch (fideli nostro) gekauft, und gibt dem Herbord von Auersperch und seinen Erben einen Wald jenseits des Wassers Eysch, der vom Ende dieses Wassers bis (usque ― zum Schlosse) Auersperch sich erstreckt, zu eigen. ― Zeugen: Wilhalm von Minchendorf, Dietrich von Althann, Otto und Dietrich von Schonberch, sein Sohn Ramser von Aychelberch, Seybot genannt Pabo von Rotenpach, Rudolf Vnhold. Chunrad Galle, Leutold und Chunrad. ― (Latein. ― Mit Herzog Ulrich's angeführtem Reitersiegel.)


4) Dieß ist eine jener merkwürdigen Urkunden, welche unter Ulrich's Namen noch aus diesem Jahre vorhanden sind. Herzog Ulrich war bereits am 27. October 1269 gestorben; am 2. Nov. 1269 verbanden sich bereits Rutelin der Castellan von Laybach, Herbord und Otto von Owersperch, Gerloch von Hertenberch u. A. durch einen Eid den Herzog Philipp, qui est verus haeres et princeps terrae, als Herrn anzuerkennen (s. Mitth. vom Mai 1860); daher erklärten Richter und Klun (Archiv II. und III., S. 189 f.) diese Urkunde entweder für unecht, oder als unter der böhmischen Herrschaft (Ottokar's) auf Ulrich's Namen ausgestellt. Von Unechtheit zeigt die obige Urkunde wenigstens keine Spur. ― Eine andere Urkunde Herzog Ulrich's aus dem J. 1273, welche Richter noch im Archiv des deutschen Ordens hier sah, scheint seither verloren gegangen zu sein.