Cillier Regesten
Aus Quellen Alpen-Adria
Version vom 5. Oktober 2024, 10:08 Uhr von Christian Domenig (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „Regesten der Grafen von Cilli und der Freien von Sannegg {{#ask: Kategorie:Cillier Regesten | ?date=Datum | ?abstract=Regest | sort=date }} Kategorie:Regest“)
Regesten der Grafen von Cilli und der Freien von Sannegg
| Datum„Datum <span style="font-size:small;">(Date)</span>“ ist ein Datentyp für Datumswerte. Er wird Attributen mit Hilfe eines von Semantic MediaWiki bereitgestellten, softwareseitig fest definierten Attributs (Spezialattribut), zugeordnet. | Regest | |
|---|---|---|
| Elze Urkunden-Regesten Auersperg 1 | 18 Mai 1241 JL | (Nos) Chunrad von Sevnek überträgt Herrn Herbard von Awrsperg, seinem Getreuen, den Zehnten in Gutenveld, in Reiventz (Reifnitz) und in Polan (Pölland) 1), welchen er vom (venerab. Dom.) Patriarchen Berchtold zu Lehen besaß (in campis, terris laboratis, habitis et habendis, villis, nemoribus, silvis etc.), als Lehen. ― Zeugen: nobiles viri, Comites Dominus Vlricus de Sternberg, Dominus Vlricus de Phanberch, Hellenwicus de Griez, Hainr. de Plumstein, Heidenricus de Sevnek, Popo de Lengenburch, Mainhalmus de Awrsperch, Pucelinus et Mainhalmus de Zower. |
| Tomaschek Regesten Kärnten 623 | 12 August 1283 JL | Raymund, Patriarch von Aquileja, erkennt in der Streitsache zwischen Friedrich Grafen von Ortenburg und dem Leopold von Sunek, hinsichtlich der Neubruchs-Zehenten des zum Schloße Zobelsberg gehörigen Territoriums, daß zwei Theile besagter Zehenten dem benannten Grafen Friedrich besitzweise in näher besagter Art eingeräumt werden sollten, während der Suneker wegen Nichterscheinens in dieser Sache in contumaciam sachfällig erklärt wird. |
| Göth Regesten Steiermark 8 | 4 November 1286 JL | Raymundus Aquilegiensis Patriarcha belehnt Ulrichen von Sonnegg mit den Gütern, die vormals Leopold von Sonnegg vom Agleyer Stuhle zu Lehen hatte. |
| Tomaschek Regesten Kärnten 629 | 23 März 1288 JL | Margaretha, Witwe Leopold's zu Seunekk, tritt unter gewissen Modalitäten dem Ulrich, Herrn zu Seunekk, die Vesten Seunekk, Osterwitz und Liebenstein sammt allen Rechten und Zugehörungen ab. |
| Tomaschek Regesten Kärnten 643 | 17 März 1303 JL | Graf Ulrich von Pfannenberg, schenkt mit Zustimmung seines Schwagers, des Grafen Ulrich von Heunburg, und dessen Sohnes, Grafen Friedrich, seinem Oheim Ulrich Freien von Seunek mehrere benannte Zehentrechte. |
| Göth Regesten Steiermark 16 | 1304 JL | Nos Ottobonus D. G. Sanctae Sedis Aquilegiensis Patriarcha. Notum fore uolumus uniuersis et singulis, praesentes litteras inspecturis, quod manu propria per fimbriam nostrae Clamidis inuestiuimus, Nobilem uirum Vdalricum Liberum de Sunneg, de omnibus rectis iustis et legalibus feudis, quae ipse et antecessores sui habuisse et tenuisse ab Ecclesia Aquilegiensi, et praedecessoribus nostris, hactenus iuste et legaliter dignoscuntur, nostris et Aquilegiensis Ecclesiae, ac cuiuscunque alterius personae iuribus, in omnibus semper saluis, qui Vdalricus nobis fidelitatis praestitit Juramentum, quod praestari in talibus consueuit. Item cum Magnificus Vir Meinhardus comes de Ortenburg fidelis noster, nomine et uice Vdalrici comitis de Pfanenberg fidelis nostri, a quo se mandatum ad infrascripta facienda asseruit habere, resignauerit in nostris manibus omni jure, quod ipse comes Vdalricus habebat, et habere uidebatur, et poterat in decimis sitis in plebe Sanctae Crucis, et in plebe de Ponnigel, ex ista parte aquae, quae uulgariter dicitur Satel, quas a nobis et Ecclesia Aquilegiensi tenebat, nos praefatum Vdalricum liberum de ipsis decimis in feudum per fimbriam nostrae Clamidis manu propria inuestiuimus, Nostris et Aquilegiensis Ecclesiae ac cuiuscunque alterius personae iuribus in omnibus semper saluis, et in testimonium praedictorum, praesentes litteras fieri iussimus, et nostri Sigilli appensione muniri. Datum et actum Glemonae in Patriarchali Palatio, Anno Domini Millesimo, trecentesimo, quarto, Indictione secunda. |
| Tomaschek Regesten Krain 1 | 1304 JL | Ottobonus, Patriarch von Aquileja, belehnt den Ulrich von Sennech mit allen rechtmäßigen Lehen und Besitzungen, welche seine Vorfahren von der Kirche zu Aquileja besessen haben. |
| Tomaschek Regesten Kärnten 651 | 22 April 1308 JL | Ulrich von Seunek bekennt, daß er das Haus zu Seunek und das zu Osterwitz und die Thürme Scheunek und Liebenstein sammt Zugehör dem Herzog Friedrich zu Oesterreich aufgegeben und gegen Beobachtung der Lehentreue gegen ihn, seine Brüder und den römischen König Albrecht für sich, seine HausfrauKatharina und seine Leibeserben beiderlei Geschlechtes lehenweise zurückerhalten habe. |
| Tomaschek Regesten Kärnten 661 | 20 Januar 1310 JL | Heinrich von Sunek verleiht die von ihm auf dem Haus zu Sunek gestiftete Kapelle zum hl. Johannes für den Fall seines Absterbens ohne Leibeserben dem Kloster zu Oberndorf, dessen Propste und Kapitel sodann das Verleihungsrecht der besagten Kapelle zustehen soll. Albrecht, Herzog zu Oesterreich u. s. w. empfiehlt Chunrat Kreyg dem Hauptmann oder wer an dessen Stelle wäre, aus Anlaß eines Streites zwischen Pupuleus von Ellrbach und Ulrich von Kinberg um die Veste Sunek, die hievon dem Besitzstande des Klosters Oberndorf gehörigen ausgeschiedenen Güter und Lehenschaften, worunter auch die Lehenschaft der Kapelle zu Sunek, dem Stiftspropste zu übergeben so wie das Stift im Besitze derselben zu schützen. |
| Tomaschek Regesten Kärnten 671 | 24 März 1314 JL | Die drei Brüder Dietrich von Puechenstein, Friedrich der Purchaimer und Maerchel, Söhne Markward's von Simmelberg, geben im Vertragswege dem Ulrich, Freien zu Sunekk, 33 Huben zu Chotellach (Köttelach?) und Umgebung gegen eine Entschädigung von 50 Mark Silber auf. |
| Tomaschek Regesten Krain 84 | 9 April 1327 JL | Friedrich, der Freie zu Seunekk, weiset der Adelheid, Hausfrau Heinrich's des Winkler, 20 Mark Grätzer Pfenn. zur Morgengabe und 14 Mark Aquil. oder 21 Mark Grätzer Pfenn. zur Heimsteuer in näher ausgeführter Weise auf benannte Güter an. |
| Tomaschek Regesten Krain 87 | 19 April 1332 JL | Heinrich von Montpreis, Elsbeth dessen Hausfrau und ihre Erben bekennen, daß sie mit Willen ihres Bruders Ulrich und ihrer Schwester Adelhaid, dem Friedrich Freiherrn von Seunek, dessen Hausfrau Diemuth und ihren Erben die Veste Flednik in Krain sammt allen Zugehörungen unter näher bezeichneten Modalitäten um 2000 Mark Silber verpfändet haben. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 2 | 1 April 1334 JL | Nobilis et potens vir dominus Fridericus libertinus de Suneg, Carnioliæ et Marchiae capitanus generalis, Utini in nostro patriarchali palatio personaliter constitutus humiliter petiit, ut eum de subscriptis bonis, welche er und seine Vorältern schon justo jure feudali von der Kirche zu Aquileja gehabt hatten, investire dignaremur — pro se et suis heredibus—; diess geschah per fimbriam chlamidis — praesentaliter, — „decima in Lemburga, in nova ecclesia, in S. Petro in Saunthal, in Fraslau, in Prassberg, in Schalachthal.“ — Item alle jene Lehengüter, quae praedictum nobilem et suos hæredes contingunt ex parte suorum avunculorum comitum de Heunburg. |
| Tomaschek Regesten Krain 89 | 24 Mai 1334 JL | Heinrich und dessen Bruder Hermann und Seifried von Krauchberg bekennen, daß sie dem Friedrich Freien zu Seunekk, Hauptmanne in Krain, alle ihre Besitzungen zu Vlednik und in dessen Umgebung sammt allen hiezu gehörigen Rechten um 220 Mark Aquil. Pfenn. verkauft haben. |
| Tomaschek Regesten Kärnten 753 | 25 Mai 1334 JL | Lorenz, Bischof zu Gurk, bekennt, daß er dem Friedrich Freiherrn zu Seuneck und seiner Hausfrau die Veste Eckenstein sammt zahlreichen benannten Zugehörungen erblich zu Lehen verliehen habe. |
| Tomaschek Regesten Krain 12 | 1 April 1335 JL | Bertrandus, Patriarch von Aquileja, belehnt Friedrich von Seunek, Hauptmann in Krain, mit allen den Gütern und Lehen, welche seine Vorfahren von der Kirche zu Aquileja hatten. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 3 | 4 Januar 1336 JL | Friedrich, Freiherr von Sunek, Hauptmann in Krain, hat in pfandweisen Besitz von den Herzogen Albrecht und Otto die Vesten Tyffer, Freudeneck, Clausenstein und Ratschach gegen jedesmalige Wiederlösung. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 4 | 4 Januar 1336 JL | Die Herzoge Albrecht und Otto etc. schulden Friedrichen, Freien von Seunegg, Hauptmann in Krain und seinen Erben, „um seinen Dienst, den er des dortigen Jahres gegen Böheim gethan hat, 270 March Silber, Gratzer Gewichtes, — um den Dienst, den er uns jetzt und an die Gemarkhe gegen Ungarn that, und thun soll, 600 March Silber, Gratzer Gewichtes und dann 900 March Aglayer Pfenning um des Gutes wegen, das er Johann von Liebenberg für uns gewehrt und gerichtet hat“ — für diess alles versetzen und verschreiben sie ihm zum Pfand „unsere Vesten: Tyffer, Freudenegg, Clausenstein und Ratschach“ mit Leuten und dem ganzen Urbar, ihm und seinen Erben bis zur gänzlichen Schuldabtragung. |
| Göth Regesten Steiermark 74 | 4 Januar 1336 JL | Albrecht und Otto, Herzoge zu Oesterreich, schulden Friedrich dem Freyen von Sunegg, Hauptmann in Krain, 270 Mark Silber für seine Kriegsdienste „gen Beheimb“, 600 Mark Silber für seine Kriegsdienste an den Gränzen Ungarns, und 900 Mark Agleyer Pfennig wegen des Gutes, das er dem Johann von Liebenberg für die Herzoge gewehrt und gerichtet hat. Dafür verpfänden sie ihm die Vesten Tiuer, Freüdenegg, Clausenstein und Ratschach mit allen Herrlichkeiten cum facultate cedendi. |
| Göth Regesten Steiermark 75 | 24 März 1336 JL | Heinrich, Abt zu St. Paul in dem Lavantthal, belehnt Friedrichen Freien von Sunnegg mit der Veste Furtenegg, welche vormals die Grafen von Heunburg inne hatten. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 6 | 24 März 1336 JL | Heinrich Abt zu St. Paul im Lavantthale giebt dem Friedrich, Freien von Seunegg die Veste Furtenegg, wie sie die Edlen von Heunburg zu Lehen gehabt hatten, zu weiterem Lehen. |
| Tomaschek Regesten Kärnten 765 | 28 Juli 1336 JL | Lorenz, Bischof zu Gurk, bekennt, daß er die Veste Schaleck dem Freiherrn Friedrich von Suneck, erblich lehenweise verliehen habe sammt allen Zugehörungen, und daß Nikolaus der Schalekker, der die erwähnte Veste in des Bischofs Hände aufgegeben, dieselbe sofort vom Freiherrn zu Suneck in seiner Gegenwart wieder zu Lehen genommen habe. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 7 | 23 Mai 1337 JL | Henricus de Montparis, vasallus noster et ecclesiæ Aquilejensis, sendet auf die Lehen „quartam partem turris in Neidegg et in monte locatorum et unam curiam; dann sendet er auch seine Lehen auf, dem „Vasallus et eccles. aquileiens. nobilis vir Hermannus dictus Mindorfer unam aream in monte Neidegg et Curiam unam in Neyring“, welche dann zu Lehen erhält der egregius miles Fridericus, libertinus de Sunegg. Bertrandus Patriarcha. |
| Tomaschek Regesten Kärnten 778 | 21 Juli 1338 JL | Merthel von Neidek, dessen Hausfrau und Erben bekennen, daß sie dem Friedrich Freien zu Seunek, seiner Hausfrau und ihren Erben 9 Huben bei St. Veit um 50 Mark alter Aquil. Pfen. verkauft haben. |
| Tomaschek Regesten Krain 96 | 15 Oktober 1338 JL | Diepolt von Chatzenstein und dessen Söhne Chetzel und Friedrich, Dienstrevers auf Friedrich Freiherrn zu Sunneck, dessen Hausfrau und Erben. |
| Tomaschek Regesten Kärnten 782 | 17 März 1339 JL | Heinrich Praentel von Gurkfeld, Agnes seine Hausfrau und ihre Erben bekennen, daß sie dem Friedrich Freien zu Seunek, seiner Hausfrau und ihren Erben eine Hube zu Pernekk sammt allem Zugehör um 7 Mark Aqul. Pfen. verkauft haben. |
| Tomaschek Regesten Kärnten 93 | 21 April 1339 JL | Bertrandus, Patriarch von Aquileja, belehnt Friedrich von Sennegk, Hauptmann in Krain mit der Burg Neydek und allen Rechten und Zugehörungen, welche Heinrich von Grednich (Gradeneg ?) besaß und durch seinen Bevollmächtigten Konrad von Neunburch vertragsmäßig anheimgesagt hat. |
| Tomaschek Regesten Krain 13 | 21 April 1339 JL | Bertrandus, Patriarch von Aquileja, belehnt Friedrich von Sennegk, Hauptmann in Krain, mit der Burg Neydek und allen Rechten und Zugehörungen, welche Heinrich von Grednich besaß und durch seinen Bevollmächtigten Konrad von Neunburch vertragsmäßig anheim gesagt hat. |
| Tomaschek Regesten Krain 98 | 6 Juli 1339 JL | Albrecht, Herzog zu Oesterreich u. s. w., verleiht dem Friedrich Freiherrn zu Sunneck lehenweise und erblich mehrere näher bezeichnete Lehenstücke in und um Laibach wegen Rückfalls in Folge Felonie des frühern Lehenbesitzers. |
| Tomaschek Regesten Krain 99 | 22 September 1339 JL | Ulrich von Montpreis, dessen Hausfrau und Erben bekennen, daß sie mit Zustimmung ihres Bruders Heinrich und aller ihrer Freunde und Erben dem Friedrich Freien zu Seuneck, Hauptmanne in Krain, seiner Hausfrau und seinen Erben die halbe Veste Montpreis sammt allem Zugehör um 700 Mark alter Gratzer Pfenn. verpfändet haben. |
| Tomaschek Regesten Krain 100 | 9 November 1339 JL | Heinrich von Grednik (Grading?), dessen Hausfrau und ihre Erben bekennen, daß sie die Veste Neudek, die sie lehenweise vom Patriarchate Aquileja besessen hatten, nachdem sie selbe dem Patriarchen Bertrandus aufgegeben, von Friedrich Freiherrn von Sunek, dem sie der Patriarch über ihre Bitten sodann lehenweise verliehen hatte, afterlehensweise sammt allen Zugehörungen wieder erhalten haben. |
| Tomaschek Regesten Kärnten 785 | 21 Dezember 1339 JL | Günczel vom Thurn und seine Erben bekennen, daß sie dem Edlen Friedrich Freien zu Seunek und dessen Erben dienstbare Leute sein und bleiben wollen. |
| Göth Regesten Steiermark 1469 | 6 Oktober 1341 JL | Bertrandus ecclesiae Aquilegiensis patriarcha viro magnifico et potenti Friderico comiti Ciliae decimam in plebe de Tiffer sitam, quam Joannes de Scheier vicarius in Tiffer ejusque fratres a praedicta ecclesia in feudum habuerunt et sponte renuntiarunt, ob grata obsequia ecclesiae Aquilegiensi impensa, in feudum concedit. |
| Elze Urkunden-Regesten Auersperg 22 | 18 Juni 1343 JL | Ott und Friedrich, Grafen zu Ortenburg, für sich, ihre Brüder und Erben erklären, daß sie wegen aller Streitigkeiten, die sie mit den edeln Herren, Herrn Volker und Herrn Herborten Brüdern von Owersperch gehabt, die Edeln ihren lieben „Sweher und Vater“ Graf Friedrich von Cili, Schench Rainhern von Osterwitz *) und Herrn Otten von Himelberch zu Schiedsrichtern erwählt haben, und geloben bei ihrer Treue an Eides Statt deren Richterspruch zu halten. Diese haben aber gesprochen: (1) eine gänzliche Aussöhnung beider Theile und ihrer Diener; (2) die Forderung der Ortenburger an die Auersperper für Herrn Chunrat sel. von Aufenstain von 2100 Mark Aglayer Pfennige wegen des Todschlags zweier erbarer Diener wird aufgehoben; dafür verlieren (3) die Auersperger alle Ansprüche und Anforderungen auf den „Purchperg ze Ortnek“ und auf die Güter zu Stodersitz (Schoderschitz) und zum Prüklein (Prückl) gelegen, und auf das Dorf zu weychsel, und auf alle die Güter, welche die Ortenburger bisher in Nutz und Gewähr gebracht haben, und müssen vielmehr das Dorf Weychsel mit Leuten, Rechten und darüber habenden Briefen an die Ortenburger übergeben; (4) mit dem Zehenten zu Reyfniz gelegen, welcher von ihrem vorgenannten „Sweher und Vater“ Graf Friedrich von Cili zu Lehen geht, soll geschehen, was Rechtens ist; (5) dem Melczen (Alber von Auersperg) sollen die Auersperger seinen Theil an der Vest ze Owersperch gemäß seinen Briefen lassen; (6) betreffend Ernesten von Pölan sollen die beiderseitigen Forderungen gänzlich aufgehoben und beendigt sein; (7) der Gümpeler und seine Kinder sollen Ortenburgisch sein, und sollen die Auersperger keinen Anspruch darauf haben; (8) über die Güter des Gümpeler sollen alle „Tage“ aufhören; die Richter haben darüber nicht zu sprechen, das gehöre vor den Herrn, von dem sie zu Lehen sind, oder wo sie es zu recht suchen wollen; (9) desgleichen sollen die Forderungen der Auersperger an Andren, einen Ortenburgischen Diener, aufgehoben sein; (10) was beide Theile an Bauern des andern Theils inne haben, das sollen sie behalten; was aber beider Theile Diener an Bauern des andern Theils inne haben, darüber soll Einer dem Andern ein Recht thun zwischen Ortnek und Owersperch; (11) bezüglich der „Pymerk“ (Markungen?), welche zwischen den Auerspergern und dem Harrer streitig waren, soll man fünf der ältesten da herum gesessenen Männer nehmen, und was die darüber sagen, das soll „stat“ sein, und soll das geschehen zwischen hinnen und dem nächsten S. Jakobstage in dem „Newn“ (d. i. Jahre); (12) von den Lehenschaften von dem von Salzburch und von dem von Stuwerch sollen die Auersperger, wenn die Ortenburger Briefe darüber haben, von diesen das, was sie von der Lehenschaft besitzen, zu Lehen empfangen und darüber Schrift geben; vergäßen sie etwas, oder hätte es ein Anderer inne, so sollen die Ortenburger bei den Schiedsrichtern Recht suchen; (13) über die „Pymerk“ von Valchenberg sollen die Briefe des Herzogs, oder wenn sonst etwas ist, der Ausspruch von fünf der ältesten dort herum gesessenen Männer entscheiden; (14) falls die Auersperger über die „Pymerk“ zu Los Bricke von dem Patriarchen, oder Urkunden haben, so soll es dabei bleiben; etwa Streitiges soll durch den Ausspruch von fünf der ältesten dort herum gesessenen Männer entschieden werden; (15) bei der Maut zu Los, so lange die Ortenburger sie inne haben, sollen die Auersperger das, was sie in ihr Haus führen, nicht mauten; (16) bezüglich des Gutes, das die Auersperger im Loser Gericht haben, soll, gemäß den vom Patriarchen darüber habenden Briefen, der Ortenburgische Richter auch auf diesem die Gerichtsbarkeit üben; (17) die Streitigkeiten wegen der Maut zu Raschnitz (Rašica) sollen beide Theile vor dem Herzoge austragen; (18) die ehgenannten Auersperger sollen den Ortenburgern dienen jeder Mann selb dritt in dem Land zu Chrain und auf dem Charst bis an die Isnitz (Isonzo), auf der March oder in Kernden, und zwar, wenn es über drei „Rast“ von Ortenburgischen Vesten ist, auf deren Kosten; möchten sie selbst nicht fahren, so soll „ir yeglich drei Dyener dazu senten,“ und sollen sie dieses Dienstes gebunden sein von nächstem S. Michelistag über ein ganzes Jahr; sollten die Ortenburger dieselben jedoch außer Landes zu Dienst bedürfen, so sollen sie ihnen wie ihren andern Dienern thun; (19) wäre aber in den angeführten Sprüchen etwas vergessen, so haben die Sprecher Gewalt darüber noch zu sprechen zwischen hinnen und nächstem Michelistag, welcher Theil auch bei den Sprechern das anbringe; (20) würden jedoch die genannten Auersperger im Dienst der Ortenburger etwa Schaden erleiden, den sie erweisen, den sollen ihnen die Ortenburger von ihren „genaden“ ersetzen, wie andern ihren Dienern. ― Siegler: die beiden Grafen von Ortenburg und die drei Sprecher. |
| Göth Regesten Steiermark 88 | 31 März 1344 JL | Mertel und Hensel, Brüder von Reicheneg, verkaufen den Wald an der Alben an Grafen Friedrich von Cilli und seine Erben, und ersuchen um Belehnung des Käufers. |
| Göth Regesten Steiermark 91 | 15 Februar 1347 JL | Hanns von Strasperg wird mit dem von seinem Bruder Uschalk erkauften Antheile an der Veste Stattenberg belehnt. Siegler: Friedrich Graf von Cilli, Jörg von Scherffenberg, Rudolf von Kazenstein. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 12 | 27 Februar 1347 JL | Hanns von Strassberg bekennt sich als Lehensmann Heinrich's Grafen von Görz, und des Grafen Friedrich und seiner Brüder von Ortenburg hinsichtlich des von seinem Bruder Utschalch erkauften Antheils an der Veste zu Stattenberg. – Siegler: Graf Friedrich von Cilly, Jörg von Scherffenberg, Rudolph von Katzenstein. |
| Göth Regesten Steiermark 95 | 25 November 1347 JL | In Christi nomine Amen, Anno Natiuitatis eiusdem Millesimo trecentesimo quadragessimo septimo, indictione quinta decima, die uicesimo quinto mensis Nouembris, praesentibus prudente Viro, domino Jacobo de Canto Vicario Domini Patriarchae infrascripti, Nobilibus viris, dominis Joanne de Cutan, et Eberhardo de Altenburg militibus, ac Odorico de Castello, testibus et alijs. Constitutus in praesentia Reuerendi in Christo patris, et domini, Domini Bertrandi, Dei gratia Sanctae Sedis Aquilegiensis Patriarchae, discretus Vir Paulinus Notarius eiusdem domini Patriarchae, Procurator nobilium virorum dominorum Martini et Joannis fratrum de Reitheneg, ad infrascripta specialiter constitutus, prout de procurio huiusmodi constat, patentibus litteris, datis Ciliae in die Sancti Martini Episcopi anno praedicto, sigillis dicti domini Martini et domini Rudolphi militis de Suneg patrui sui sigillatis, a me notario infrascripto uisis et lectis, procurio nomine antedicto, non per circumuentionem aliquam uel errorem, sed pure, sponte, libere, et expresse, ac ex certa scientia renuntiauit, in manibus eisdem domini Patriarchae, feudo, decimae bladi et Vini in praedio Tyffer, in medio sitae in Retschiz, ac omnibus iuribus et pertinentijs suis, ipsis fratribus competentibus in eadem. Quam quidem renuntiationem idem dominus Patriarcha acceptauit benignius et admisit. Et post haec uolens Magnifico et potenti Viro domino Friderico comiti Ciliae, obtentu deuotionis suae, gratiam facere specialem per se suosque snccessores, et nomine Aquilegiensis Ecclesiae, praedictam decimam ipsi Domino Comiti, pro se ac suis haeredibus recipienti, in feudum eo iure, quo praedicti fratres illam habebant et tenebant ab Fcclesia Apuilegiensi, tradidit et concessit, eumque per fimbriam suae guarnarchiae praesentialiter inuestiuit, saluo iure Aquilegiensis Ecclesiae et omnium personarum, dictus uero dominus comes statim praestitit ipsi domino Patriarchae, et Aquilegiensi Ecclesiae fldelitatis debitae Juramentum, quod Vasallus domino suo praestare in talibus consueuit. In quorum testimonium praefatus dominus Patriarcha mandauit, praesens publicum Instrumentum confici per me Notarium infrascriptum, et sui Sigilli appensiene muniri, Actum in ciuitate Austria in brolio domini Conradi Plebani Quadrupij. — Ego Gerubertinus quondam Domini Resonadi de nouate Mediolanensis Diecesis, publicus Imperiali authoritate Notarius, ac praefati Domini Patriarchae officialis et Scriba, praemissis interfui, et de mandato eiusdem Domini hoc Instrumentum inde rogatus scripsi et publicaui. |
| Tomaschek Regesten Kärnten 138 | 30 Juli 1357 JL | Herzog Albrecht's von Oesterreich Pfandbrief für Graf Friedrich von Cilli über 7000 fl. auf die, durch den Grafen Hermann von Weizzeneck um 6000 fl. abgelöste Veste Wippach. |
| Göth Regesten Steiermark 108 | 30 Juli 1357 JL | Herzog Albrecht urkundet, daß Graf Friedrich von Cilli den Satz auf der Veste Wippach pr. 6000 fl., den er Herzog dem Hertneid von Weissenegge seel. schuldig war „vmb seinen Dienst, den er vns thet gen Portenau, vnd vmb den schaden, den er da nahm,“ mit 6000 fl. abgelöst und dazu noch 1000 fl. geliehen habe. Für diese 7000 fl. verpfändet ihm der Herzog die Veste Wippach mit allen Herrlichkeiten bis zur Rücklösung. |
| Göth Regesten Steiermark 109 | 30 November 1357 JL | Niklas von Gonobitz, Prior der Dominikaner zu Pettau, und der Convent bekennen, daß Friedrich Graf von Cilli für sich, seine Kinder, seine Ehefrau Dyemud, Grafen Andreas von dem Gußing mit 50 Mark Gratzer Pfennig einen ewigen Jahrtag an St. Lorenzen Abend mit Vigil und 24 Messen gestiftet habe. |
| Göth Regesten Steiermark 110 | 2 Januar 1359 JL | Herzog Rudolf bekennt, daß Friedrich Graf von Cilli den Satz auf der Veste Strechau im Ennsthal pr. 8000 fl., den Rudolf und Dieppoldt von Katzenstein inne hatten, abgelöst habe. Dafür wird ihm genannte Veste sammt der Burghut verpfändet, und bei dem Amte zu Aussee eine jährliche Abschlagszahlung pr. 800 fl. angewiesen. |
| Göth Regesten Steiermark 112 | 8 Februar 1360 JL | Guardian Jakob und der Convent der Minoriten zu Pettau reversiren eine Stiftung des Grafen Friedrich zu Cilli und seiner Gemahlin Diemund für einen ewigen Jahrtag. |
| Muchar Regesten Innerösterreichs 16 | 15 März 1360 JL | Accedentes ad nostram præsentiam nobiles viri: Eberhardus et Burchardus fratres de Altenburch. Diese hatten die Hälfte des Schlosses Altenburg, ihr und ihrer Vorvordern Aquilejenserlehen verkauft den Magnificis Ulrico et Hermanno fratribus spectabilibus comitibus Cillie. Sie senden nun die Lehen auf in die Hände des Patriarchen, der dann auf ihre Bitte die Grafen von Cilly investirt: advertentes grandem devotionis zelum, quem iidem comites, eorumque claræ memoriæ genitor, Fridericus comes Cilliae, habuerunt et habent ad dictam ecclesiam Aquilejensem, animo indefesso, – Comitem Ulricum in præsentia nostra constitutum – qui pro prædictis etiam juramentum praestitit. |
| Tomaschek Regesten Kärnten 146 | 15 März 1360 JL | Ludwig Patriarch von Aquileja verleiht den Antheil, welchen die Brüder Heberardus und Purchardus an dem Schloße Altenburg hatten und dem Grafen von Cilli verkauften, auf ihre Bitten dem Grafen Ulrich von Cilli und seinem Bruder Hermann. |
| Göth Regesten Steiermark 113 | 23 März 1360 JL | Ludouicus DEI gratia Sanctae Sedis Aquilegensis Patriarcha Magnificis uiris Vdalrico et Hermano fratribus spectabilibus comitibus Ciliae, filijs et fidelibus nostris charissimis, salutem et dilectionem siceram. Attendentes grata et multiplicia seruitia, quae recolendae memoriae Fridericus comes Ciliae genitor uester deuotionis Caelo exhibuit nostrae Ecclesiae Aquilegensi, dum ageret in humanis, et tenentes indubie, uosclare paterna immitaturos uestigia, decreuimus personas nostras, ut ad praedicta uestra feruentius animetur deuotio, fauoribus prosequi gratiosis. Ecce quod nos omnia bona, possessiones, et redditus, consistentia et consistentes in partibus Carnioliae, et Marchiae, ad nos et nostram Ecclesiam immediate spectantes, dudum per bonae memoriae Bertrandum Patriarcham praedecessorem nostrum concessa ad tempus, Nobilibus de Reutenberg, et quae ipsi nobiles tenuerunt, uigore concessionis huiusmodi, uobis et uestrum utrique ad uitam uestram duntaxat, et utrique uestrum, tenore praesentium concedimus et largimur, ita quod altero uestrum sublato de medio, qui superstes fuerit, bona huiusmodi teneat et percipiat, donec sibi fuerit uita comes; post eius obitum praedicta bona absque difficultate qualibet, ad nos et Successores nostros, ac Patriarchalem mensam expedite, et libere reuertantur, et super hijs, ne imposterum posset per aliquos contradici, a uobis et uestrum utroque habere uolumus super restitutione bonorum huiusmodi uestras patentes litteras reuersales. Mandamus itaque uiuersis et singulis dictorum bonorum seu possessionum habitatoribus, laboratoribus, et colonis, quatenus de fructibus, prouentibus, reditibus et iuribus eorundem, uobis et uestrum utrique integre et plene persoluant, et respondeant, iuxta praesentium nostrarum continentiam litterarum, quas nostri sigilli appensione communiri iussimus, in testimonium praemissorum. Datae in nostra Patriarchali ciuitate Austria, die uigesimo tertio mensis Martij, Anno Dominicae natiuitatis Millesimo trecentesimo sexagisimo, indictione tertia decima. |
| Tomaschek Regesten Krain 16 | 23 März 1360 JL | Ludwig, Patriarch von Aquileja, verleiht den Grafen Ulrich und Hermann von Cilli, um ihres verstorbenen Vaters Friedrich Verdienste willen, die Besitzungen und Lehenschaften der Aquilejer Kirche in Krain zu Lehen in der Art, daß sie alle Güter gemeinschaftlich besitzen sollen; nach dem Tode des einen fallen sie an den andern, nach beider Tode an die Aquilejer Kirche zurück. |
| Göth Regesten Steiermark 114 | 23 April 1360 JL | Herzog Rudolf urkundet, daß er den Brüdern, Grafen Ulrichen und Hermann von Cilli schuldig sei 1000 fl., die ihr Vater Graf Friedrich seel. dem Herzog Albrecht seel. geliehen hat „in der Pottschafft hinein gen Anyan zue dem Papst“ — und 100 Pfund Wiener Pfennig — „vmb wein vnd vmb getraid vnd vmb anderley Kost, die mann von der Edlen Vnserer lieben Muemen Adlheiten Gräffin von Ortenburg, des egenanten Graff Vlrichs hausfrauen, zu den Zeiten, da sie zu Weytra war, darumb gekhaufft hat, vnd dessen sich darnach vnser getreuer lieber Heinrich von Hakhenberg vnser Hoffmaister vnderwandt, zue der pfleg daselbst zu Wentra.“ Mit dieser Schuld weiset ihn der Herzog auf den Satz zu Wippach. |
| Göth Regesten Steiermark 138 | 25 Oktober 1363 JL | Herzog Rudolf IV. schuldet den Grafen Ulrich und Hermann von Cilli, Gebrüdern, „vmb den dienst, darmit sie sich nun zue dem anderen mahl, herein an die Etsch gerüstet vnd berait haben“ 2000 fl., und verweist sie damit auf den Satz zu Hohenegg, zu Sachsenwarth, und auf dem Markt zu Sachsenfeld, welcher Satz von Eberhard von Walsee an sie gekommen ist. |
| Göth Regesten Steiermark 139 | 20 Dezember 1363 JL | Herzog Rudolf IV. schuldet den Grafen Ulrichen und Hermann von Cilli 5000 fl. und zwar 3400 fl. in Baarem und 1600 fl. „vmb den dienst, den sie vnß nun in diesem gegenwärtigen Krieg gen Beyern in das gebürg gethan haben.“ Dafür versetzt er ihnen die Stadt Stain in Krain, das Gericht und die Mauth alldort bis zur Rücklösung. |
| … weitere Ergebnisse | ||