U-1436-11-30-0001

Aus Quellen Alpen-Adria

1436 November 30, Praha

Regest

Kaiser Sigismund erhebt die Grafen von Cilli zu gefürsteten Grafen.

Transkription

Wir Sigmund von gotes gnaden Romiſcher Keyſer zu allen czeiten Merer des reichs vnd zu Vngern zu Behem Dalmacien Croacien etc. Kunig. Bekennen vnd tün kunt offembar mit diſem brieff allen den die in ſehen oder horen leſen. Die merung vnd braitung keyſerlicher macht vnd ſeines erleuchten trones den wir von ſundern gnaden des almechtigen gotes vnd nicht durch vnſers verdienen willen für ſein, die raiczen vnd manen vns an vnderloſz zu betrachten vnd zu beſynnen, wie wir die wirdikeyt lob vnd er deſſelben trones mit ſundern zirlichkeyten erbraiten vnd erkleren geleicherweis als die sünne die vinſter der erden mit iren durchgend ſchein vnd glancz erleuchtet, vnd doch an jer macht dhain mynrung oder ſwechung der krefft nicht fület, vnd ſo wir das maniguelticlich in vnſerm ſynne vberſlahen, so künnen wir das nicht mit beqwemlichen wegen volbringen, denn ſo wir wolgeboren vnd edel geſleͤchte durch die allczeiyt boſhait der vbeltetigen, gedrücket, vnd frid vnd gemach den frumen geſchaffet wirdet mer vnd mer mit ſundern wirdikeiten erhöhen ſunderlich die die in ganczer vnd rechter ſtetikeyt vnd trew, vns vnd dem heiligen reich mit empſigem fleiſz vnd merklichen taten fur ander leut nuczlichen vnd redlichen erczeigen. Vnd wann wir nu wol vnd aigentlich gemerckt haben, daz vnſer voruordern Romiſch kayſer vnd kunig das fleyſlich betracht vnd gewegen vnd durch ſolcher ſunderlicher vnd mercklicher tat, ettwann die edelen freyen von Seneck vnd ir nachkomen erhaben, vnd sy zu grafen zu Cili gemacht vnd erhohet haben, als dann ettlich vnſer voruordern, vnd nemlich vnſers lieben heren vnd vatters keyſer Karls ſeliger gedechtnuſz brieff clerlicher awſzweyſet, der von wort zu wort lawtet alſo.

Wir Karl von gotes gnaden Romiſcher keyſer zuallenzeiten, merer des reichs vnd kunig zu Beheim, bekennen vnd tun kunt offenlich mit diſem briefe allen den die in ſehend oder horen leſen, wiewol wir durch keyſerliche wirdikait zu der vns der almechtig got von vberflüſſigen ſeinen gnaden mildiclichen hat geſchicket aller vnſer getrewen als weite das heilige Romiſche reich gebratet iſt ſöld vnd ere pflichtig ſein zu meren ydoch ſind wir billich geneyget ſolcher vnſerer getrewen weſen vnd namen mit ſunderlichen gnaden vnd eren gunſtlichen erheben, die in ganczer ſtetikeyt vnd rechten trewen vns vnd dem riche zu dinſte iren fleizz vnd werke für ander lewte nüczlichen erczeigen. Dauon wann die edelen Hermann vnd Wilhalm gefettern von Seneke vnſer vnd des reichs frey edelen vnd lieb getrewen in geleichnuſſe aller ir elteren vnd furfaren in vergangen czeiten vns vnd dem heilligen Romiſchen reiche getrewlichen vnd nüczlichen beygeſtanden ſein vnd fleiſſiclichen gedienet haben vnd damite wol erworben daz wir sy gen ſolichen iren dinſten in ſunderliche merunge ires namen vnd eren billichen von kayſerlicher miltickeyt vnd angeborner gute bedencken, des haben wir angeſehen vnd in vorſichtikeyt vnſers herczen merklichen bedacht ſolche erberkait, dienſte vnd trewe, die vns die egenanten Herman vnd Wilhalm von Seneke nüczlichen getan haben, vnd auch sy vnd ir erben in kumfftigen zeiten furderlicher wol getün mügen vnd ſullen, vnd darumb vnd auch fleiſſiger bete willen der hochgeboren Albrechts vnd Leopolts herczogen zu Oſterreich zu Steyrn vnd Kernden vnſerer lieben süne vnd furſten, haben wir mit wolbedachtem mute, mit rate vnſerer vnd des reichs furſten, grauen freyen edeln vnd lieben getruen, von rechter wiſſen vnd keyſerlicher mechte volkomenheyt geſchepfet geſaczet vnd gemachet scheppffen ſeczen vnd machen mit krafft dicz brieffs, die obgenanten frey edeln von Senekg Herman vnd Wilhalm ze grauen des heiligen Romiſchen reiches, vnd geben in grauen namen von Cili genant, auch ſcheppffen, ſeczen, vnd machen wir von egenan. keyſerlicher macht vnd rechter wiſſen dieſelbe grafschafft von Cili in diſen iren nachgeſchriben herſchefften gebieten gerichten gütern zugehorungen gemerken vnd zielen, anzuheben, an dem benanten sloſze Senekg dauon sy vor freyn ſind geweſen, vnd von dannen an ainer ſeyten auf vncz zu ainem andern sloſſe gehaiſſen Obernburg von demſelben sloſſe wider zu tal zu einem hawſz vnd sloſz Schonſtain geheiſſen, vnd furbaſſer ab biſz zu dem Gecluk vnder Hohenekg in dem herczogtum zu Steyr, vnd geet biſz zu einem dorff, geheiſſen Gaberch daſelbſhin ſind auch die gemerkch der gebiet, die genant iſt Rohatſch, vnd von denſelben gemerkchen an des andern ſeyten wider auff zu der benan. grafſchafft Cili, vnd zu ainem sloſz genant Oſterwicz, vnd geet wider zu dem vorgen. sloſſe Senekg, die nach der leng haben auff zehen meil. Auch habent ſich an dieſelben herschefft nach der braite vnd gebiete dacz dem dorff, das gehaiſſen iſt Grüblicz, das da stoſſet an das gemerk Landſperg in dem biſtumb zu Gürkg vnd gehen biſz zu dem dorff das gehaiſſen iſt Sabiach bey Ffewſtricz in dem herczogtum zu Steyr, das ſich zeuht an einem enden auf vyer meyl vnd an ettlichen andern enden auf drey meyle. Wir ſcheppffen ſeczen vnd machen auch von Romiſcher keyſerlicher maieſtat volkomenheit, ob ſich die benan. grauen von Cili oder ir rechte lehenſerben ynndert, an andern herſchefften sloſſern vnd gutern in dem heiligen reich gelegen, erhohen, meren, vnd beraiten würden, daz sy der dann auch in gleicherweyſe, in ſolhen rechten eren vnd freyhaiten gemeſſen vnd gebrauchen ſollen vnd mügen, als wir in dann auf die obgen. grafſchafft Cili gegeben haben. Vnd wann nü von ſolhen herſchefften gebieten gerichten gutern zugehorungen vnd zielen sy wol grafen geſein vnd ſich als grafen gehalten mügen alſo das von ſolhen keyſerlichen schepffunge vnd geſecze krafft wegen die obgenan. Herman vnd Wilhalm, alle ire rechte lehenſerben vnd nachkomen, ewicklichen grauen von Cili genant ſein vnd beleiben ſullen, vnd die obgenanten grafſchafft, als sy dauor in iren zielen vnd gemerken begriffen iſt von vns dem Romiſchen reiche, vnſern nachkomen Romiſchen keyſern vnd kunigen zu rechten edeln freyn lehen als von in die auch gegenwurtclichen mit gewondlichen huldungen vnd eyden verlihen haben empfahen halten vnd gerülichen beſiczen ſullen vnd mugen, an allerlay hindernuſze, vnd auch das sy alle vnd igliche rechte ere wirdikayt freyheyt gewonheit gerichte fortail, vnd uͤbunge in gerichte vnd awſwendig gerichtes vor dem Romiſchen reiche, vnd an allen andern ſtetten vnd enden, wie ſich das immer gebüren mag, haben v̈ben, vnd der genczlichen gebrüchen ſullen vnd mügen, die andre edle vnd gefreite grauen des Romiſchen reichs durch rechte vnd gewonheit nach ſitten der lande haben halten v̈ben vnd der ſie in dheinerweiſze gebrüchen. Vnd darumb von keyſerlicher macht gebieten wir allen vnd yglichen furſten geiſtlichen vnd werltlichen grauen freyen edeln vnd andern vnſern vnd des heilligen Romiſchen reichs lieben getruen vnd vndertanen, daz sy die obgenan. Herman vnd Wilhalm grauen von Cili, alle ire erben vnd nachkomen ewiclichen vnſere vnd des reichs freye edle grauen von Cili nennen vnd ſie dauor haben vnd halten ſullen vnd auch sy furbaſzmer in kumfftigen czeiten, an den obgenan. vnſern keyſerlichen gnaden rechten, eren wirden vnd freyheiten mit dem wir ſie an iren namen vnd weſen gehöhet gewirdiget vnd gefreyet haben als vorbegriffen iſt nicht dringen hindern noch irren ſullen in dheinerweiſz vnd wer ymand der dawider icht freuenlichen tete der ſol zuſtunde, vnd als offt er das tut hundert markch lotiges goldes verfallen ſein, die halb in vnſer vnd des heiligen reichs kamer, vnd halb den egen. grafen von Cili iren erben vnd nachkomen ſullen an alles widerſprechen genczlich geuallen. Mit vrkund diſz brieffs verſigelt mit vnſerer kayſerlichen maieſtat inſigel, der geben ist zu Brunne nach Criſt gebürt drewczehenhundert jar dornach in dem zway vnd sibenczigiſten jare an ſant Jeronimen tag, vnſerer reiche in dem siben vnd czwaynczigiſten vnd des keyſertumbs in dem achczehenden jaren.

Vnd wann wir nu auch in vnſſelbs betracht vnd gemercket haben das das haws vnd grafſchafft zu Cili von gnaden des almechigen gotes vnd durch furdrung vnd vnſer beſunder stewr vnd hilff nach dem vnd wir die durchleuchte furſtyn frawn Barbaran Romiſche vnd zu Vngern etc. kunigyn des wolgeborn Hermans grauen zu Cili etc. ſeligen tochter, vnſers lieben swehers vnd getruen, zu vnſerer gemahel gerücht haben zenemen, sunderlich erhocht vnd gewirdet worden iſt auch an landen lewten vnd mechtigen herſchefften nemlich die grafſchafft Ortemburg die im zugeſtanden ſein vnd die wir im vormalen nach abgang des wolgeborn Fridrichen grauen zu Ortemburg verlihen haben, nach lawt der brief, ſo wir im vnd ſeinen nachkomen daruber haben gegeben, haben wir fur vns genomen vnd erkant ſolicher vnd wirdt so dann demſelben graff Herman vnſerm sweher ſoliger von vnſerm lieben herren vnd vatter kayſer Karlen loblicher gedechtnüſz vnd vns ergangen ſein dadurch wir von keyſerlicher gütikeyt vnd in vnſerm gemüt geÿbet werden, deſſelben graff Hermans vnſers lieben swehers erben nemlich Fridreichen grafen ze Cili ſeinen sun vnſern lieben swager vnd getrewen vnd graue Vlrichen deſſelben graff Ffridrichs vnſers swagers sun vnd ire erben vnd nachkomen, als ſolh lewt die des wol wirdig vnd dem heiligen reich fur ander tuglich ſein gnedicklich zuerheben vnd darumb daz wir in vnſer stat zu Prage yecz offenbarlich an dem placz in vnſerer keyſerlichen maieſtat vnd stüll geſeſſen ſein, mit wolbedachtem mute gütem rat vnſer vnd des heiligen reichs kurfurſten furſten grauen freyen herrn vnd edeln vnd rechter wiſſen angeſehen ſolich trew willig vnd anneme dienſte, die ir vorfordern, vnd sy dem heiligen romiſchen reich in vergangen zeiten getrewlich vnd nüczlich beweiſet, vnd dadurch billich ſolher vnd wirdikayt erworben haben vnder der vorgen. graff Ffridreich vnſer lieber swager, vnd graff Vlreich ſein sun, vns, vnd dem reich teglich tün vnd beweiſen, tun vnd beweiſen ſullen vnd mügen in kumfftigen czeiten, auch durch ſunderer lieb vnd zunaygung willen, die wir zu demſelben hawſz haben. So haben wir die vorgenan. Fridrichen grafen ze Cili etc. vnſern lieben swager vnd Vlrichen ſeinen sun, vnd all vnd ygliche ir erben, erbſerben vnd nachkomen gefürstet vnd zugefurſten grauen geſchepffet erhaben geſeczt vnd gemachet schepfen ſeczen erheben vnd machen in krafft diſz brieffs vnd Romiſcher keyſerlicher macht volkomenheit, vnd auch daruff demſelben graff Fridreichen vnd graff Vlreichen, vnd allen iren lehenſerben vnd nachkomen alle jre lehen nemlich die grafſchafft zu Cili auch die grafſchafft zu Ortenburg vnd Sterenberg, mit allen iren zugehorungen, zu rechten lehen gelihen die auch der egen. graff Vlrich an ſtat des hochgeboren Ffridreichs grauen zu Cili zu Ortenburg vnd in dem Seger vnſers lieben swagewrs vnd furſten sun mit zwain aufgerakten banyern, ains der grafſchafft zu Cili, das ander der grafſchafft zu Ortemburg vnd Sterenberg loblich vnd redlich, als dann furſten zugehoret von vnſerer keyſerlichen hand hat empfangen auch ſchepfen ſeczen vnd machen wir von der egen. Romiſchen keyſerlichen macht vnd rechter wiſſen, dieſelben grafſchefft Cili Ortemburg vnd Sterenberg in iren herſchefften gebieten gerichten gutern vnd zugehorung gemerken vnd zilen, als dann die in dez egen. vnſers lieben herrn vnd vatters ſeligen brieffen auſzgemeſſen, vnd in iren zilen berüret vnd aigenlich begriffen vnd auch zu den egen. grafſchefften, Ortemburg vnd Sterenberg zugehorend ſind, vnd andere herſchefft so die egenan. grafen von Cili etc. in dem heiligen Romiſchen reich haben vnd beſiczen, dauon sy wol furſten geſein, vnd ſich auch als furſten halten mügen zu ainem rechten vnd warn furſtentumb alſo daz von ſolher keyſerlicher ſchephung vnd geſeczes krafft wegen die obgenan. Ffridrichen vnd Vlreichen alle ire rechte lehenſerben vnd nachkomen ewiklich fürſten vnd gefurſte grafen genant ſein vnd beleiben ſullen, vnd die obgen. grafschefft Cili Ortemburg vnd Sterenberg, vnd ander ire lannd vnd herſchefft, als ein furſtentumb des heiligen reichs von vns dem heiligen reich vnſern nachkomen Romiſchen keyſern vnd kunigen, zu rechten furſten lehen allczeit zu gewondlich bey zeiten mit aufgereckten banyern, als anderer vnſer vnd des reichs furſten emphahen halten vnd gerulichen beſiczen ſollen vnd mogen, on allerley hindernuſſe, vnd ſchepfen, vnd geben in auch von Romiſcher keyſerlicher macht, das ſie in denſelben iren grafſchefften herſchefften vnd landen ain volkomme vnd rechte landſchrang zu allen rechten in jr stat zu Cili, oder wo jn das jn jren landen fuglich iſt geſeczen vnd halten, vnd all edel lewt die in denſelben irn lannden grafſchefften vnd herſchefften geſeſſen, vnd wonund ſein vnd ander ſich in derſelben landſchrang verantwurtten vnd recht geben ſullen vnd nemen, als ſich dann in andern landſchrangen rechtlich gebüret, vnd auch darczu alle vnd ygliche recht er wirdikeit freyhait gewonhait vrteil vnd v̈bung in gericht vnd awſzwendig gerichts vor dem Romiſchen reich, vnd an allen andern enden vnd ſtetten, wie ſich das jmmer gepürn mag haben v̈ben vnd der genczlich gebrauchen sullen vnd mogen, die ander furſten, vnd gefurſte grafen, dez Romiſchen reichs durch recht vnd gewonheit nach ſiten der lannd haben halten, vnd der auch genieſſen vnd geprauchen von allermeniclichs vngehindert. Auch von keyſerlicher schepphung vnd geſeczes krafft, ſo ſeczen machen vnd ordnen wir in krafft des gegenwurttigen vnſers brieffs, vnd geben auch denſelben graff Ffridrichen, vnd graff Vlrichen, vnd allen iren rechten lehenſerben vnd nachkomen, daz sy ir aigne muͤncz aufgewerffen vnd geſlahen mogen in gold vnd gelt mit irem zaichen vnd geprëkch in den egenan. iren grafſchefften herſchefften vnd landen, an welchen steten vnd enden wo vnd wie in das am beſten vnd fuglichten bedüncket vnd beqwemlich ſey, on allermeniclich irrung vnd hindernuſſe, vnd gebieten auch von Romiſcher keyſerlicher macht volkomenheyt, daz ain yeder der egen. jrr grafſchefft vnd herſchefft jnwoner vnd awſzwendig dieſelben jr müncz nach dem werdt genemen gehandeln vnd gebrauchen ſullen vnd mügen als ſich dann gebüret. Wir geben ſeczen vnd verleyhen jn auch, ob ſy in den egen. jren grafſchefften herſchefften vnd landen dhaynerley perkwerkch funden oder funden hetten, es ſey gold silber, eyſen pley oder ander arczt, wie das genant were daz ſie das jn allen enden vnd in allen wegen wol gearbeiten gegraben vnd gehandeln mügen, von vns vnd allermenicklich vngeirret vnd vngehindert. Vnd darumb von Romiſcher kayſerlicher macht gebieten wir allen furſten geiſtlichen vnd weltlichen grafen fryen edeln vnd andern des heiligen reichs vndertanen vnd getrewen, ernſtlich vnd veſticlich mit diſem brieff, daz ſie die egen. Ffridrichen vnd Vlrichen grafen ze Cili zu Ortenburg vnd in dem Seger, vnd all jr erben vnd nachkomen ewiklich vnſer vnd des reichs furſten vnd gefurſte grafen von Cili etc. nennen, vnd ſy dafür halten ſullen, vnd auch ſie furbaſſer in kumfftigen zeiten, an den vorgenan. vnſern keyſerlichen gnaden rechten eren wirden vnd freyhaiten mit dem wir ſy an irn namen vnd weſen gehöcht gewirdiget vnd gefreyet haben, als davor begriffen iſt nicht dringen hindern noch irren ſullen weder mit worten taten noch werken in dhainerlay weyſz, vnd ob ymand dawider ichts freuelichen tete der ſol zuſtund vnd als offt er das tut zway hundert markch lotiges goldes, halb in vnſer vnd des heiligen reichs kammer vnd halb den egenan. grauen von Cili etc. iren erben vnd nachkomen verfallen ſein vnleſzlich zubeczalen vnd wir vnd vnſer nachkomen Romiſch kayſer oder kunig welhen sy daumb anlangen vnd anruffen ſullen vnd wellen in ſolhen aufgeſaczen val volhelffen jnzebringen, vnd vns vnd auch in darumb genug zutun. Mit vrkund diſz brieffs verſigelt mit vnſrer keyſerlichen maieſtat inſigel, geben zu Prage nach Criſts geburt vierczehenhundert jar vnd dornach jm sechsvnddriſſigiſten jare an ſant Andres tag dez heiligen zwelffboten, vnſrer riche des Vngrischen etc. fumffczigiſten des Romiſchen im sibenvndczweinczigiſten des Behemiſchen jm sibenczehenden, vnd des keyſertumbs im vierden jaren.

Ad mandatum dominj imperatoris
Caspar Slick miles cancellarius

Archivvermerke

Rta Marquardus Brisacher

Daz keiser Sigmundt zu grauen
von Cili gefurstet hat

1436 an s. Andreen tag

ija

Cili N: 75

Ladl: 43

Beschreibung

Perg., 80 x 58 cm, Plica 7 cm

1 Sig. pend. ab. Sigismund, ungefärbtes Wachs, rund, 130 mm; Rücksiegel

Überlieferung

Ausfertigung

Arhiv Republike Slovenije, Zbirka listin, 1436 XI 30 (SI AS 1063/4478)

ehemalige Signaturen ARS: CE II 190, C/478, ZL 4478

vormals: Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Allgemeine Urkundenreihe, 1436 XI 30 (bis 1985)

Abschrift

Steiermärkisches Landesarchiv, Allgemeine Urkundenreihe, 5473d

Nachweise

Drucke

Hahn, Simon Friedrich: Collectio Monumentorum veterum et recentium ineditorum. Tomus II. Braunschweig 1726, S. 753–758. [nach der Cillier Chronik]

Krones, Franz: Die Freien von Saneck und ihre Chronik als Grafen von Cilli. Zweiter Theil. Graz 1883, S. 163–167. [nach der Cillier Chronik] SLUB Dresden OBV

Schwind, Ernst; Dopsch, Alphons (Hgg.): Ausgewählte Urkunden zur Verfassungs-Geschichte der deutsch-österreichischen Erblande im Mittelalter. Innsbruck 1895, Nr. 180, S. 343–347.

Regesten

Chmel, Joseph: Materialien zur österreichischen Geschichte. Aus Archiven und Bibliotheken. Erster Band. Linz 1832, Nr. 164, S. 26.

Altmann, Wilhelm: Die Urkunden Kaiser Sigmunds (1410-1437). II. Band (Regesta imperii 11). Innsbruck 1897–1900, Nr. 11542, S. 383f.

Wiessner, Hermann: Die Kärntner Geschichtsquellen 1414–1500 (Monumenta Historica Ducatus Carinthiae 11). Klagenfurt 1972, Nr. 164, S. 63f.

Domenig, Christian: "tuon kunt". Die Grafen von Cilli in ihren Urkunden (1341-1456). Klagenfurt (Diss.) 2004, Nr. 229, S. 175. OBV

Internet

RI XI,2 n. 11542, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1436-11-30_1_0_11_2_0_5838_11542 (Abgerufen am 08.10.2023).

Siehe auch

 Datum„Datum <span style="font-size:small;">(Date)</span>“ ist ein Datentyp für Datumswerte. Er wird Attributen mit Hilfe eines von Semantic MediaWiki bereitgestellten, softwareseitig fest definierten Attributs (Spezialattribut), zugeordnet.Regest
U-1372-09-30-000330 September 1373 JLKaiser Karl IV. erhebt die Freien von Sannegg zu Grafen von Cilli.