Elze Urkunden-Regesten Auersperg 98
Elze, Theodor: Urkunden-Regesten aus dem gräflich Auersperg’schen Archiv in Auersperg. In: Mittheilungen des historischen Vereins für Krain 16 (1861), S. 57–60, hier S. 60.
98) 1378. („Phintztag vor Pluem Ostern.“) ― Fricz von Rewtenberch und Elspet von Rewtenberch Lewpoltz Seligen wittib mit ihren Kindern vergleichen sich unter Vermittlung der Herren Peter und Volchel von Awersperch, Herrn Ruetleib von Cosiach und Hainr. der Galle „vomb die bosstet vnd gueter die vnder Rewtenberg der Vest gelegen sint“; (1) der Hof an dem Pawmgarten, der Hof in der Sluet, der Hof unter dem Obesnik sollen zu Fritzens Theil gehören, da die „Chappelle” inne steht; (2) dagegen sollen der Elspet gehören: 2 Höfe, der, da der „Schustel“ saß, und der, da der „Chursner“ sitzt, ferner 1 Hof zu Grieczenprun, und noch 1 Hof; (3) der Anger am Griezzenpach, da die „Pastub“ (Badstube) steht, ist eine „rechte gemein zu aller Vest“, ausgenommen der Garten zwischen dem Anger und der Straße, welcher zu Frizens Theil gehört; (4) ferner auch wegen der Güter, die ihnen angefallen sind „von der Nunn begen (wegen) vrawen Margreten von Studenitz“, welche Friz inne gehabt hat, wovon 4 Huben zu Zwuer an Fritz, 3 Huben aber zu dem Goll mit 140 Gulden Schuld an die Awersperger der Elspet gehören sollen; (5) weiter „die Mul bei paiden Neyrindorff soll Herr Fritzen zufallen; (6) weiter um die 10 Mark Pfennige, darum Herr Rueprecht von Grezzinpperg bei Herr Fritzen Bürge ist, soll er im ein Recht lassen „wider varn“; (7) weiter wegen des Zehnten, den sie von Ruedolffen haben, wenn der gelöst wird, sollen sie die Pfennige theilen, nämlich Fritzen 1 Viertel, seinen Geschwisterten 3 Viertel; (8) nach gleichem Maßstab auch alle andere noch ungetheilte Habe, ausgenommen die Veste, bei welcher Fritz von dem zu Theilenden 1 Drittel erhalten soll; (9) auch entsagt Friz dem „Chamer ampt“, das ihnen ihr Vater „anpracht“ hat, zu Gunsten seiner Brüder Hertel und Mertel, mit allen dazu gehörenden Nutzen, Würden und Rechten; (10) auch entsagt Fritz seinem Theil am „Darf zu sand Gorgn“ zu Gunsten seiner „geswistreid“, so wie er Elspet und seine Geschwister ledigspricht aller seiner Ansprüche an das ererbte Gut. Endlich wird noch das Erbrecht für den Todesfall der Geschwister gerichtet. ― Siegler: Fritz und Elspet von Rewtenberch, Herr Ruetleib von Gosiak, „Vochlein“ (Volklein) von Awersperg, Hainreich der Galle. ― (Deutsch. ― Mit fünf Siegeln: 1. dreieckig, das Reutenbergische Wappen mit Umschrift: † SI .. ― ICZONIS . DE . ― REVTEBE – RCH 2. Rund, das gleiche Wappen mit Umschrift: † S ELIZABET . DE . REVTENBERCH 3. Wappen mit Umschrift: S RVDLIN . DE .... 4. das liegende Auerspergische Wappen mit Helmschmuck und Umschrift: S VOLKERI – AWERSPERCH 5. Wappen mit Umschrift: S. HAINRICI * GALLI * †)