Elze Urkunden-Regesten Auersperg 101

Aus Quellen Alpen-Adria

Elze, Theodor: Urkunden-Regesten aus dem gräflich Auersperg’schen Archiv in Auersperg. In: Mittheilungen des historischen Vereins für Krain  16 (1861), S. 65–67, hier S. 65.



101) 1378. (Montag nach S. Michelis.) ― (Alte Aufschrift aus dem 16. Jahrh.: Erledigt Judenschuldbrief von Graffen von Oerttenburg lautend.) ― Musch der Jud, Izzerleins Enikel zu „Marchpurg“, seine Wirtin und Erben, erklären, daß der Erbar Ritter Herr Dypolt der Chayenstainer nach ehrbarer Leute Rath bei ihnen berichtigt habe den 6. Theil der „Gult“, welcher auf Herrn Rudolf sel. von Chatzenstain, seinen Vater, gefallen sei, für welche im Betrag von 100 Gulden dieser mit Herrn Hans von Chünichsperg, Herrn Gotfried von Marchpurg, Herrn Ortolf den Gonbytzer, Herrn Wulfingk dem Lyndegker 'und Friezl dem Pucz Bürge gewesen sei bei den Juden Izzerlein und Mosche seinem Eniklein, ferner einen Schuldbrief von seinem Vater Rudolf über 600 Gulden, und seine eigenen, dabei er „selber geschol oder pürgel“ gewesen ist. ― Siegler: Mathe der Chünig zu der Zeit unser Judenrichter zu Marchpurg und Gilgen der Slahnoch (-s), „purger daselbs.“ ― Hebräische Unterschrift: Ich Unterzeichneter bestätige, daß alles was obgeschrieben ist in dieser Aramäischen, d. i. barbarischen Schrift der Wahrheit gemäß sei u. s. w. „Meschek filius, Rabbi Jacob“ etc. ― (Deutsch. ― Mit zwei Siegeln: 1. Siegel, unkenntlich mit Umschrift: s. mathie. regis. 2. ein Ochsenkopf mit Umschrift: † S BEIDV . SLAHENOX .)