Bischoff Urkunden-Regesten 48

Aus Quellen Alpen-Adria

Bischoff, Ferdinand: Urkunden-Regesten. In: Beiträge zur Kunde steiermärkischer Geschichtsquellen  13 (1876), S. 110–155, hier S. 122.



48. 1514, 5. August, Gmunden. ― Kaiser Maximilian erklärt, daß er sich für den Fall, als Jörg v. Rotal seine Tochter, der Augsburger Verabredung entgegen, nicht mit Sigmund v. Dietrichstein verheiraten und den St. Georg's Orden nicht annehmen sollte, von Sigmund v. Dietrichstein einen Revers geben ließ, wonach dieser sich für diesen Fall zur Herausgabe aller Briefe über jene Heirat, deßgleichen eines Rait- und Gutsbriefs für Jörg v. Rotal, eines Briefes über Kauf und Pflege von Wachseneck, eines Kaufbriefes um Stainz und Herzogberg, bezüglich welcher Herrschaften dem Kaiser ein ewiges Wiederkaufsrecht zustehen sollte, obwohl jener Kaufbrief von einem ewig stäten Kauf spricht, verpflichtet habe. Da aber jetzt „vnnser handlung mit dem von Dietrichstain auf ander weeg gestellt,“ der Augsburger Vertrag abgeändert wurde, auch betreffs Wachseneck andere Briefe ausgefertigt wurden und der Kauf von Stainz und Herzogberg unterblieben ist und somit obiger Revers dem Sigmund v. Dietrichstein zurückzustellen wäre, der Kaiser denselben aber nicht bei Handen hat, so erklärt er ihn für null und nichtig.