Bischoff Urkunden-Regesten 35

Aus Quellen Alpen-Adria

Bischoff, Ferdinand: Urkunden-Regesten. In: Beiträge zur Kunde steiermärkischer Geschichtsquellen  13 (1876), S. 110–155, hier S. 119-120.



35. 1513, 22. December, Augsburg. ― „Zu wissen, daß die röm. kaiserl. Majestät … herrn Jörgen v. Rottall … vnd in seinem namen Sigmunden v. Dietrichstein angesuecht vnd mit demselben v. Dietrichstein in namen herrn Georgen vnd für sich selbst abgeredt hat nachvolgunder mainung“: Jörg v. Rotal soll dem Kaiser zu Gefallen seine Tochter mit Sigmund v. Dietrichstein verheiraten und dieser mit der Tochter und mit ihrer drei Gütern allen jetzt die St. Georgsbruderschaft und wenn es der Kaiser fordern würde, auch den St. Georgs-Orden annehmen und der Bruderschaft und dem Orden mit Leib , Habe und Gütern „verwandt“ sein. Aus der Bruderschaft können sie stets wieder austreten; aber aus dem Orden müßten sie, gleich Andern, sich mit einer zu bestimmenden Summe loslösen. So lang sie nicht ausgetreten sind, sollten sie ohne Bewilligung des Ordens ihre Güter nicht auswärts desselben veräußern. Auch sollen sie des Ordens Nutzen, Ehre und Aufnehmen fördern, und den hl. Ritter St. Georg und andere Heilige ehren … Dagegen will der Kaiser Herrn Jörg v. Rotal in andern seinen Obliegen und Geschäften, besonders falls seine Mißgönner bei Ihrer Majestät etwas ihm zum Nachtheile beantragen würden, als gnädiger Herr und Landesfürst allzeit bedenken. Hierüber wurden zwei gleichlautende Briefe ausgefertigt, auseinander geschnitten rc. Zwei andere am selben Tage ausgefertigte Briefe über diese Angelegenheit wurden für kraftlos erklärt.