Bischoff Urkunden-Regesten 13
Bischoff, Ferdinand: Urkunden-Regesten. In: Beiträge zur Kunde steiermärkischer Geschichtsquellen 13 (1876), S. 110–155, hier S. 115.
13. 1497, Phinztag nach St. Ulrich (6. Juli). Wien. ― Jörg v. Herberstein bekennt, daß Margret, Cristof v. Rotals sel. Tochter, ihm zu rechtem Heiratsgut 300 Pfd. Pf. zugebracht habe, wogegen er ihr „gänzlich zu verfahren“ achthalbhundert Pfd. Pf. vermacht und hiefür „auf männdlichen stücken nutzen vnd gütern“ 100 Pfd. Pf. versichern soll, so daß sie bei seinem Tode diese Gülten innehaben rc. soll, bis ihr seine Erben achthalbhundert Pfd. Pf. allweg vierzehn Tage vor oder nach Weihnachten zu freier Verfügung ausbezahlen. Weiters sollte ihr bei Vorhandensein von Kindern die Hälfte seiner fahrenden Habe zufallen, sonst die ganze. Stürbe Margret vor ihm ohne Geschäft, so sollte ihre ganze Zubringung im Betrage von 1533 Pfd. 80 Pfg. ihm und seinen Erben als frei eigenes Gut ohne Wiederfall zustehen. Schermversprechen. Lienhart v. Herberstein bekennt, daß diese Verschreibung mit seinem Willen geschah und sichert der Margret Ersatz aus seinen andern Gütern zu, falls sie an oben benannten 100 Pfd. Gülten, welche er ihr auf seinen Gütern zu Wolfsberg verschreibt, Abgang haben sollte, so lange bis sein Sohn Jörg seiner Gemalin seine eigenen Güter verschrieben haben wird. Siegler für Jörg v. Herberstein Wenusch v. Ebersdorf, weiters Lienhart v. Herberstein, Cristof Oberhaimer, Zacharias Stainberger v. Albrechtsberg.