Ankershofen Regesten Kärnten 82
Gottlieb Freiherr von Ankershofen, Urkunden-Regesten zur Geschichte Kärntens. In: Archiv für österreichische Geschichte 1 (1848), S. 37.
82. Um 1000. Ein Edler Ragici gibt zwei slavische Huben dem Bischofe Albuin und dessen Vogte Isaak für die Kirche Brixen wegen des Unterhaltes seines Sohnes, eines Klericellen (in Brixen) und dessen Dieners auf 6 Jahre. Sollte der Knabe früher sterben, soll es dem Bischofe freistehen, ob er die Huben nebst dem Zinse zurückstellen wolle. Dem Sohne des Ragizi musste jährlich gegeben werden: zwei modii Siliginis, zwei modii frumenti, vierzig Situlae Bier– und zwölf Situlae Wein, zwölf Frischlinge und vierzig Käse, zwei modii Hirse und ein modius Gemüse.
Zeugen waren: Hodalschalch, Rodani, Pezili, Erimpercht, Uaramunt, Amalrich, Zuentusso.
(Resch Annal. Sab. III. p. 677. n. XLII. Archiv f. G. 1820. S. 64. n. 48.)