Ankershofen Regesten Kärnten 59

Aus Quellen Alpen-Adria

Gottlieb Freiherr von Ankershofen, Urkunden-Regesten zur Geschichte Kärntens. In: Archiv für österreichische Geschichte 1 (1848), S. 30.



59. 5. Juni 983. K. Otto II. gibt auf Fürbitte des kärntnerischen Herzogs Otto (Carintorum ducis) den Mönchen von St. Lamberta) drei Joch Grund auf dem Ulrichsberge (in monte carantano) mit der Hälfte des Holzschlages und 10 Joch Wiesen an der Glan mit Ausnahme der königlichen Pfalz.

Data Non. Junii anno incarn. Domini DCCCCLXXXIII. Regni secundi Ottonis XXV. imperii autem XV. Indict. XI. Actum feliciter Veronae.b)

(Monum. boica, collectio nova T. II. p. 236.)

Anmerkungen

a) Quoddam nostrae proprietatis spatium capiens ex omni parte sive in longitudine sive in latitudine jugera tria in monte Carentano cum dimidia parte ligni illius montis in latere positi, cum decem jugeribus pratorum juxta flumen glane jacentium ad ecclesiam sancti Lamberti martiris qualicunque supradicti montis parte excepta nostra regali sede inibi sancto Lamberto servientibus palcuerit perpetuo possidendum tradidimus atque delegavimus. Da man das inibi auf die regalis sedes oder doch auf das geschenkte Gebieth beziehen zu müssen glaubte, so hat man angenommen, dass in der Nähe der Pfalz Karnburg oder doch auf dem geschenkten Gebiethe, am wahrscheinlichsten in dem heutigen Pörtschach unter dem Ulrichsberg, welches den heiligen Lambert zum Kirchen-Patron hat, ein Lambertskloster gestanden habe. Allein das inibi bezieht sich offenbar nur auf die Worte: ad ecclesiam sancti Lamberti martyris, und diese ist offenbar das heutige St. Lambrecht in Obersteyer, wonach dessen Haustraditionen lange vor der Gründung des heutigen Stiftes Benedictiner-Mönche lebten.

b) Die Richtigkeit des Datums 5. Juni. 983 zeigen vier andere an demselben Tage zu Verona von König Otto II. getroffene urkundliche Verfügungen (Böhmer Regesta etc. a Conrado I. – Henricum VII. p. 33. Nr. 606-609.)