Ankershofen Regesten Kärnten 43

Aus Quellen Alpen-Adria

Gottlieb Freiherr von Ankershofen, Urkunden-Regesten zur Geschichte Kärntens. In: Archiv für österreichische Geschichte 1 (1848), S. 22.



43. 3. April. 965. K. Otto der I. schenkt seinem Vasallen Negomir sein Eigenthumsrecht auf Vuirzosahk) in Kärntena) in der Grafschaft des Grafen Hartwik, welcher dort Vualpoto genannt wird,b) und in der Dekanie des Dekans Wolfram.

Data III. Nonas Aprilis, anno vero Dominicae incarnationis DCCCCLXV. Indict. VIII.

Resch aetas millenaria eccles. Agunt. p. 49. Hormayrs Beitr. zur Gesch. Tyrols im Mittelalt. I. S. 97. Kärnt. Zeitsch. III. 198. IV. 70. Archiv 1819 S. 600.

Anmerkungen

k) Resch und Hormayr halten es für Wierschah im Pusterthale, Kupian Hueber und von Muchar (Archiv 1822 S. 367) für das heutige Pörtschach am Werthsee.

a) In partibus Carantaniae

b) Qui et ipse inibi cognomine Vualpoto dicitur. Desshalb hielt Giesebrecht (Ranke’s Jahrbücher des deutschen Reiches unter dem sächsischen Hause I. 1. S. 45. nota 4.) den Namen Waltpoto (Gewaltbote) für eine lokale Bezeichnung des Grafen. Ich glaube dagegen, dass mit obigen Worten so viel gesagt werden wollte, als: welcher dort Gewaltbote war, oder dort das Amt eines Gewaltboten, d. i. Pfalzgrafen verwaltete. Mehr über die Bezeichnung des Pfalzgrafen durch das Wort Walpoto siehe unter Nr. LIII.