Ankershofen Regesten Kärnten 41
Gottlieb Freiherr von Ankershofen, Urkunden-Regesten zur Geschichte Kärntens. In: Archiv für österreichische Geschichte 1 (1848), S. 21.
41. Nach 954. Der edle Mann Rapoto mit dem Beinamen Tessina baute mit Einstimmung des Salzburger Erzbischofes Friedrich im Orte Globzachc) ein Gotteshaus, und der Erzbischof weihte selbes zu Ehren des heiligen Andreas und mehrerer anderer Heiligen Gottes. Zur Dotation bestimmte Tessina den Zehnten seiner Güter von Havenespercha) und Choiselb) bis zur vorgenannten Kirche. Gegen ein Drittel dieses Zehnten, dann gegen eine Hube im Orte Cosiachc) und einer anderen Hube in Comilachd) ertheilte der Erzbischof der neuen Kirche zu Globzach das Tauf– und Begräbnissrecht von Havenesperch und Choisel angefangen.
Als Zeugen erscheinen: Deginhat, Walther, Noppo, Zirne, Heimo, Pecili, Witegoi, Hecemann, Berenger, Wecel, Lintfrit. (Gurker Kopialbuch fol. 4.)
Anmerkungen
c) Glantschach nördlich von Feistriz im Glanthale
a) Hefenberg bei Feldkirchen
b) Göschl nördlich von Hefenberg
c) Gösse (Voitsberg) ober Aininberg.
d) Gemillach nordöstlich von Friedlach im Glanthale. Diese Notiz beginnt zwar: Anno Dominice incarnationis DCCCC quidam nobilis vir Tessina cognomine Rapoto etc. Da jedoch Erzbischof Friedrich erst im Jahre 954 den erzbischöflichen Stuhl von Salzburg bestieg, so kann die Stiftung der Pfarre Glantschach nicht vor das Jahr 954 gesetzt werden.