Ankershofen Regesten Kärnten 39

Aus Quellen Alpen-Adria

Gottlieb Freiherr von Ankershofen, Urkunden-Regesten zur Geschichte Kärntens. In: Archiv für österreichische Geschichte 1 (1848), S. 20.



39. 10. Dezember 953. K. Otto I. schenkt zu Schierling (in Sachsen) nach Salzburg unter Erzbischof Harald über Fürsprache seines Bruders Heinrich a) ein königliches Eigen im Lande Kärnten b) im Gebiete c) des genannten Heinrich und im Amtsbezirke a) Hartwiks im Krapfelde (Crapofelt) gelegen. Dasselbe bestand aus einem Herrnhofe (curtis) und einem Schlosse, und es gehörten zu denselben mehrere in verschiedenen Gegenden gelegene Gegenstände. Das Gut gehörte früher dem Sohn Arnulfs (des Bösen, Herzogs in Baiern) Hermann b) und fiel dem Könige anheim, nachdem Hermann des Hochverrathes schuldig erklärt wurde.

Data IIII. Idus Decembris anno incarn. Domini DCCCCLIII. Indict. VII. regnante pio Ottone rege anno XVIII.

(Anhang z. Juvavia p. 180. n. LXVI. Kärnt. Zeitsch. III. S. 195. Nr. XVIII. Archiv 1819 S. 572.)

Anmerkungen

a) Herzogs in Baiern und Kärnten

b) In regno Carantino.

c) In regimine.

a) In ministerio.

b) In der angeführten Nummer des Anhanges zur Juvavia heisst es zwar ausdrücklich: Heinricus Arnolfi filius; allein Huschberg bemerkt in seiner ältesten Geschichte des Hauses Scheyern Wittelsbach S. 161. n. 13. mit vieler Wahrscheinlichkeit, dass Kleimayrn, der Verfasser der Juvavia und auch Halsberger in seiner noch handschriftl. Hist. eccles. Salisb. I. 759. die Urkunde nur aus den im k. k. Hofarchive zu Wien befindlichen Salzb. Kammerbüchern entnommen habe, das Orginal bloss die Namenssigle H. enthalten habe, und dass diese letzte unrichtig mit Henricus gegeben wurde. Die Geschichte kennt auch wirklich keinen Sohn Arnulfs mit dem Namen Heinrich, sondern nur den Sohn Hermann.