Ankershofen Regesten Kärnten 25

Aus Quellen Alpen-Adria

Gottlieb Freiherr von Ankershofen, Urkunden-Regesten zur Geschichte Kärntens. In: Archiv für österreichische Geschichte 1 (1848), S. 13.



25. 29. September 895. K. Arnulf gibt zu Oettingen auf Bitte seines Vettersb) Luipold, dann des Meginward und Rudolf seinem Getreuen (fidelis Lehensmann) Waltuni als Eigenthum einige früher dem Könige eigenthümliche von Waltuni als Beneficium (Lehen) besessene Güter im Trixenthale (Thrusenthal) mit den beiden in demselben erbauten Schlössern,a) und dem Walde auf dem Diexberge (in monte Diehshe) und in der March am Save Flusse (juxta Souvam) drei königliche Mansen, Reichenburg genannt, und ein Gut jenseits der Save, Gurkfeld (Gurkevelt) genannt, und anderwärts, was ein gewisser Ottelin zu Lehen hatte im Orte Undrinab) in der Grafschaft des Luipold im östlichen, Charanta genannten Theile des Reiches.c)

Data III. Kalendas Octobris Anno Domini DCCCXCV. Indict. XIII. Anno VIII. regni Domini Arnolfi regis. Actum ad Ottingas.

(Hormayr Archiv für Süddeutschland II. S. 213. Eichhorn’s Beiträge II. S. 93 Gurker-Kopialbuch.)

Anmerkungen

b) Nepotis nostri. Nepos wird hier in der Bedeutung als Geschwisterkind Patruelis – Consobrinus genommen. (Du Cange v. nepos) Luipold war aber ein Neffe der Luitswinde, der Mutter Arnufs. (Beiträge zur Lösung der Preisfrage Erzh. Johann’s etc. II. Genealog. Tafel.)

a) Die Trixnener – Schlösser.

b) Die Gegend des sogenannten Murbodens zwischen St. Lorenzen und Judenburg.

c) In orientalibus partibus Charanta nominatis.