Ankershofen Regesten Kärnten 14

Aus Quellen Alpen-Adria

Gottlieb Freiherr von Ankershofen, Urkunden-Regesten zur Geschichte Kärntens. In: Archiv für österreichische Geschichte 1 (1848), S. 9.



14. 9. September 878. K. Karlman schenkt zu den Reliquien des heiligen Maximilian, dann der heiligen Felicitas und ihrer sieben Söhne, die er in die von ihm neu erbaute Kirche zu Oetting (ad Ottigas) versetzte, einige Güter in Kärnten (in partibus Carantaniae Sclavinieque) den Hof zu Treffen (curtem illam ad trebinam) sammt Häusern und sonstigen Gebäuden mit den 19 unfreien Hintersassen beiderlei Geschlechtes (cum manicipiis infra curtem morantibus utriusque sexus) und 70 Mansen. Das geschenkte Herrschaftsgebieth erstreckte sich westlich Drau aufwärts bis Buch (ad buochun) gegen Norden bis zu den zwei Seen (wahrscheinlich dem Ossiacher See und dem kleinen see ob Treffen), und dann den See nach bis zu dem rothen Felsen, und so fort südlich bis zum Dürrenbach, und so weiter bis zur Villacher – Brücke. Endlich gab Karlmann auch noch einen Berg Sicouua dazu.

Data V. iduum Septembris anno Christo propicio III. domni Karlmanni piissimi regis in bauaria et in italia. Indictione XI. Actum ad rantersdorf curia regia.

(Das Orig. befand sich zur Zeit der Klösteraufhebung im Archiv von Ossiach und befindet sich nun im Archive des Johanneums in Gratz. Kopien von Eichhorn. Beitr. I. S. 155. Monum. boica XXXI. p. 109 Nr. L. Ludewig Scriptt. rer. germ. II. 394. Hund. Metrop. Salisb. III. p. 42. Archiv. f. G. 1819. S. 546 Nr. IX. Annus milles. mon. ossiac. p. 54.)

Dass die Schenkung nach Oettingen gehörte, und wie die Urkunde von Oettingen nach Ossiach kam, habe ich gezeigt in dem Wochenblatte Karinthia. 1839. S. 4. f. f.