Ankershofen Regesten Kärnten 1

Aus Quellen Alpen-Adria

Gottlieb Freiherr von Ankershofen, Urkunden-Regesten zur Geschichte Kärntens. In: Archiv für österreichische Geschichte 1 (1848), S. 3.



1. 770. Der Baiern Herzog Tassilo schenkt auf seiner Heimkehr aus Italien zu Botzen dem Abte Atto von St. Peter in Scharnitza) den Ort India (Innichen) insgemein Campo Gelaub) genannt, sammt dem Gebiethe vom Bache Tesidoc) bis zur Slaven-Gränze, d. i. bis zum Bached) der vom Anrasser-Berge herabfliesst, um dort zur Bekehrung des ungläubigen Slaven-Volkes ein Kloster zu bauen.
Actum in Bauzono redeunte de Italia anno ducatus (sic) ejus XXII.e) Meichelbek Hist. Frising. T. I. P. II. p. 38.
Resch Annales Sabionenses II. p. 669 N. XXXVIII.

Anmerkungen

a) Scarantia-Scharnitz (Meichelbek 1. c. P. I. p. 64).

b) Das Toblacherfeld (Resch 1. c. n. 339).

c) Der Tassenbach am Fusse des Tassenberges, wo jetzt die zur Pfarre Silian gehörige Kapelle des h. Johann des Täufers steht. (Resch. I. c. n. 334). Nach Sinnacher (Beitr. zur Gesch. der bisch. Kirche von Säben und Brixen in Tyrol. Brixen 1821) I. S. 329. der Taistner oder Gsiesserbach, der bei Welsberg in die Rienz fliesst.

d) Die Urkunde drückt sich aus: ad rivolum montis Anarasi. Nach Sinnacher a. a. O. S. 329 der Erlerbach, der auf der Abendseite von Anrasse vom Berg herkömmt, und bei Asfaltersbach sich in die Drau mündet

e) Da Tassilo’s Vater Otilo im Jahre 748 gestorben, so passt das 22. Regierungsjahr Tassilo’s auf das Jahr 770 (Rudhart älteste Geschichte Baiern’s S. 291.)