Ankershofen Regesten Kärnten 24
Gottlieb Freiherr von Ankershofen, Urkunden-Regesten zur Geschichte Kärntens. In: Archiv für österreichische Geschichte 1 (1848), S. 13.
24. 21. Juli 891. König Arnulf schenkt eine Kapelle in Slavinien (in partibus Slaviniae ) bei seinem Hofe Liburnia, insgemein Lurna, welche sein Kapellan Waningus als Beneficium besass, der Marien-Kirche zu Freisingen und den Martyrern Primus und Felizian, deren Kirche sich in dem Orte, Wert genannt, befindet.a)
Data XII. Kalend. Augusti anno dom. incarn. DCCCXCI. Actum Mattahhove curte regia.
(Resch. Annal. Sab. III. p. 252. Archiv f. Gesch. 1819 S. 548. n. XVI. Kärnt. Zeitsch. II. S. 209. Nr. XVI. Meichelbek. Hist. Frising. T. I. P. II. p. 403.)
Anmerkungen
a) Nach einer interpolirten Stelle wurde die Kapelle vom Papst Zacharias als er zur Ausrottung einer Ketzerei nach jener Gegend kam, im Beisein des Patriarchen Johann von Aquileja, zu Ehren des Apostels Petrus und aus Liebe zu K. Pipin geweiht. (Monum. boica. Nova collectio IV. P. I. p. 138 Nr. 67 ex libro Cop. Frising I. f. 31. b. II. f. 98 b.) Schon Meichelbek (Hist. Frising I. p. 145) bemerkt, dass diese Erzählung von einer spätern Hand herrühre und sich auf eine Volkssage gründe. Des Patriarchen Johannes erwähnen für selbe Zeit keine glaubwürdigen Aquilejer Monumente. (De Rubeis 334.)