Ankershofen Regesten Kärnten 22

Aus Quellen Alpen-Adria

Gottlieb Freiherr von Ankershofen, Urkunden-Regesten zur Geschichte Kärntens. In: Archiv für österreichische Geschichte 1 (1848), S. 12.



22. 20. November 890. König Arnulf bestätigt dem Erzbischofe Dietmar die Besitzungen der Salzburger Kirche. Hierunter in Kärnten, im Lavantthale (ad Labantam) die Kirche St. Andreae mit dem üblichen Zehent und dem Zehent von den königlichen Höfen, dann das Waid– und das Mastungsrecht (saginacio) im ganzen Lavantthale, mit Ausnahme des Berges Forst (südöstlich von St. Andreae) der königlichen Jagd wegen; jedoch mit dem Holzschlage, wie in anderen Bergen; eine Erzgrube im Berge gomanara, das Beneficium des Engilbald an der Görtschitz, die Marienkirche bei der Karntner Pfalz (ad Carantanam) sammt den Zehenten von der letzteren (de Carantana civitate) und den zur Pfalz gehörigen Höfen Trahof, Grafendorf und Gurnitz (Gurnuz) und in Gurnitz auf dem Berge zwei robotpflichtige Knechte mit ihren Huben, mit dem Holzschlage auf dem Berge und dem Waid– und Mastungsrechte; endlich Tribina, Asterwiza, Chrapofeld, Vitrino, Friesach, Gurk.

Data XII. Kalend. Decembris anno Christi incarnat. domni Arnolfi in orientali Francia regnante Ind. VIIII. Actum Mattachova in villa regia

(Anhang zur Juvavia Nr. LIV. S. 112. Archiv f. Gesch. 1819 S. 548. Nr. XV. Kärnt. Zeitsch. II. S. 207. Nr. XV.)