Ankershofen Regesten Kärnten 20

Aus Quellen Alpen-Adria

Gottlieb Freiherr von Ankershofen, Urkunden-Regesten zur Geschichte Kärntens. In: Archiv für österreichische Geschichte 1 (1848), S. 11.



20. 26. December 888. König Arnulf tritt der Ehefrau seines Schenken Heimo, Mildrut einige Eigenleute (mancipiaa) in das Eigenthum ab, und zwar von Feldkirchen (Veltchircha) und Vischaha (das heutige Witsch bei Klein St. Veit nördlich von Tigring, Klagenfurter Kreis) die Eigenleute Luitpold, Ehinfrit, Deothart, Sundarger, Fridarat, Folcrich, Folcrat, Wocho, Engildeo und Puoli (Feldmann) mit ihren Söhnen, von Karenta (der Pfalz Karnburg) aber die Hörigen Strammir,b) und Sitimuzilc) sammt Weibern und Kindern von Scalach (Salloch zwischen Pörtschach und Krumpendorf) den Trebifrater mit Weib und Kindern, und aus dem Comitate des Albamm Ruitia) genannt, die Eigenleute Agatha, Gozleip, Perhgunt, Wanhilt, Adalheit, Fritila, Waltrat, Kerhilt, Tuompirh, Diotrut, Isinpurh, Altdrut, Wolfheit mit ihren Söhnen; dann Tuonger, Wernheri, Mahtfrid, Ratpot mit ihren Kindern.

Data VII. Kalendas Januarii anno incarn. Domini DCCCLXXXVIII. anno regni Arnulfi piissimi regis II. Indictione VII. Actum Karentano (die kärnt. Pfalz Karnburg.)

(Anhang zur Juvavia S. 108, n. a. Archiv f. Geschichte u. s. w. 1819 S. 54 7 n. XIII. Kärnt. Zeitsch. II. S. 205. n. XIII.)

Anmerkungen

a) Da die in Feldkirchen, Witsch und Karnburg abgetretenen manipia mit ihrem Grundbesitze und allen Besitzungen abgetreten werden, so gehören selbe nicht auf die unterste Stufe der Unfreiheit, sondern zu den Hörigen.

b) Seitenfried.

c) Sattmänchen.

a) Nach Koch-Sternfeld (Topograph. Matrikel S. 104) Reut auf dem Hannsberg bei Albsmann Landg. Mattsee.