Göth Regesten Steiermark 150
Georg Göth, Urkunden-Regesten für die Geschichte von Steiermark vom Jahre 1252 bis zum Jahre 1580. In: Mittheilungen des historischen Vereines für Steiermark 5-13 (1854-1864).
150. 1366. 27. Juli. (Nächsten Montages vor St. Peterßtag ad uincula.) Hans von Reifenberg thut kund, „Wann der hochgebohrne mein genediger herr Graff Meinhardt zu Görz undt zu Tyrol, von der handlung Wegen, die mein Vetter Ulrich von Reyffenberg ohn mein Willen, Wissen undt Rath, Wider ihm gebracht undt gethan hat, sich billich hat underwunden, Aller der Haab, die derselb Ulrich zu denselben Zeiten bey der Geyl undt in Lessach innegehabt, undt besessen hat, mit namben, die Vest Waydteg undt andere Leuth undt güetter, gericht Vogtey undt Mannschaft, Wie daß genannt ober gehaissen sey, Van daß alleß meinen obgenannten Herrn, von der obgeschriebenen Handlung Wegen meineß egenannten Vettern lediglich, recht und redlich War verfallen.“ In Anbetracht der treuen Dienste die Hans von Reifenberg und seine „Vetterlein Niclaß undt Georg deß egenannten Ulrichß Kinder“ dem Grafen Meinhart geleistet haben und ferner leisten wollen, verleicht ihnen und ihren Erben Meinhard Grafen von Görz die Veste WEidegg sammt aler Zugehör zu einem ewigen Lehen; wogegen sie versprechen mit allen ihren Dienern zu Reifenberg und zu Dornberg „getreulich undt gewärtig zu seyn.“ Zeugen: Albrecht von Gesieß, Friedrich Burggraf von Luenz, Niclas von Lint, Heinrich Burggraf zu Görz, Hans Pfarrer zu Windischgräz, Caplan Phebus von dem Thurn, Hans von Stall, Conrad von Groppenstein, Ulrich Schreiber bei Hans von Reifenberg. T. I. pag. 686.