Göth Urkunden und Regesten Krain 2

Aus Quellen Alpen-Adria

Göth Georg, Urkunden und Urkunden-Regesten zur Geschichte Krains im Mittelalter. In: Mittheilungen des historischen Vereins für Krain 17 (1862), S. 45-46.



[2] 1307. Görz, 24. März (Freytags in der Osterwoche). Rudolph von Dyewein, Mathäus von Colored, Conrad von Grädtenegg, Ortolf von Magespurg veriechen an dissen Brieff, daß Wür vnnß mit gemainen Rath veraint haben, deß Spruchß zwischen herrn Vlrich von Reyssenberg vnd herrn Heinrich Gralant Vizthumb zu Crain und auf der March; Alß sie eß bederhalben Auf vnnß gesetzt haben, Aller der Krieg vnd sach, die sie gegen einander gehabt haben. Nun sprechen Wür deß ersten Ain Thail zu dissen Zeiten, den Andern Thail, Waß Wür mehr zu sprechen haben, den sprechen Wür Zwischen hin vnd Weihnachten, die nechst künfftig Werdten, Nun sprechen Wür, daß Herr Heinrich Gralant die Vest Waydtenberg vberantworten soll Herrn Vlrich von Reyffenberg, und soll die innhaben biß auf die Weihnachten, daß der Andere spruch geschicht, vmb dieselbe Fest vnd vmb Andere Dinge so sprechen Wür vmb den Satz, den herr Heinrich Gralant Auf die vorgenannte Vest, Alß Er vor gehabt hat, vmb Zway hundert March, vnd Aini March, alter Agleyer Pfenning, daß ihm der Herr Vlrich von Reyffenberg geben soll, Vierzig March biß auf St. Michaelß Tag, von den heurigen Jar vnd biß Er sich der vorgenannten Pfenning entheb, vnd noch hernach nieht gewehrt hat, daß sie auch ihm den Anderen spruch, vnd Waß herr Heinrich Gralant von den vorgenanten guet, daß der Vest zuegehöret, abgenohmben hat, es seye an Khorn oder fleisch oder Käß, Wie eß gehaissen ist, das Herr Vlrich mit rechter Raittung zaigen mag, daß soll Er ihm abschlagen, An den vorgenannten Zway hundert Marchen vnnd der Ainen, vmd nit an den Virzig, die er ihm Hever geben soll, so sprechen Wür auch vmb die Zwanzig March Agleyer, die herr Heinrich gelichen hat Herrn Vlrich von Reyffenberg, daß Er ihm die geb, biß auf St. Michaelß Tag oder Er geb seines guets Alß vill, daß Er sich wirdt der Zwainzig March nach Matthäus von Colored rath. So sprechen Wür, daß Herr Vlrich die Vest Waydtenberg selbst in seiner gewehr haben soll, vnnd soll von derselben Vest, vnsern herrn von Kernten vnnd auch vnsern Herrn von Görz kein schad geschehen, daß Gott nicht wolle, daß kein krieg zwischen den herren Werdte, Thete aber Herrn Vlrich an seinen guet yemandt ichteß, dessen Wöhre Er sich, vnnd sol dabey herrn Heinrich Gralants guet auch sicher sein, daß da bey der Geyl gelegen ist. So sprechen Wür auch, Wan ihrer einer Zwischen hin vnnd Weihnachten, daß der Andere spruch gehet, so soll eß einer dem anderen vierzehn Tag vor khundt Thuen, ob sie in dem Landte seint, der Heinrich Gralant zu Crain, vnnd Herr Vlrich hin in den Landt, vnnd sollen den Tag nehmen vnnd geben beedenthailß ohne alle geuardte vnd ohne alle bessen list, vmd ob ihrer Einer oder bede Ehehafft noth irret, daß soll ihnen beedenthalben nichts schaden, An ihren recht, Aber auf einen andern Tag, vmd derselb Tag soll sein entweder zu Mouenz oder zu Wipach, vmd soll vnser herr graff Heinrich von Görz, Herrn Heinrich Gralant sichern, ihme vmd alle die, die mit ihm khommen zu demselben Tag, darzue khommen, dabey Wesent, vnnd Wider von danen faren, auf ihrer sicherheit, vmd ob deren Vier entschaidleith, Ainer oder Zween zu den Tag nit kommen mechten, so soll ihr yedtweder ain andere nehmben für den, der da abginge, ohne allen bessen list. So sprechen Wür, ob Wür vnnß die vorgenamdten entschaidtleith nicht verrichten mechten, Zu dem andern spruch, so nehmben Wür zum vber Mann Herrn Conradt von Lackh, mechten Wür den nicht gehaben, so sollen Wür die vorgenannte entschaidtleith, mit gemainen Rath Ainen andern vber Mann nemen. So sprechen Wür auch, Wer den spruch nit stet helt, den Wür nun heunt gesprochen haben vnnd noch sprechen sollen, Zwischen hin vnd Weihnachten, der Were dem Anderen, der Peen dreyhundert March Agleyer verfahllen, die sye beedenthalb ein ander verbüergt haben, der Vlrich von Reyffenberg, vnnd Herr Heinrich Gralant vmd sprechen, daß in den Worthen der spruch vnuerbrochen vnnd stett bleibe, daß unser Herr Graff Heinrich von Görz, von seinen gnadten, An dissen offenen brieff sein hangendteß Insigl legen soll, der breff ist geschriben da seit Christi geburth ergangen waren dreyzehn hundert vmd Siben Jar, deß freytags in der Osterwochen, zu Görz bei denen Minderen brüedere — quod quidem appensum fuisse notatur, sed nunc ammissum inuenitur.

Tom. I. pag. 703.