U-1374-09-14-0001
1374 September 14, Cilli
Regest
Graf Hermann von Cilli stiftet in der Pfarrkirche St. Daniel zu Cilli eine ewige Messe gemäß der letzen Verfügung seines Vaters Graf Friedrich und seines Bruders Graf Ulrich und dotiert sie. Graf Hermann von Cilli, Gräfin Katharina von Cilli.
Transkription
Wir graf Herman von Cili, vergehen vnd tůn chund offenlich an disem brf, vmb di ewigen messe, dï wïr stiften süllen vnd stiften wellen, in der pfarrkirchen zu sand Danyel dacz Cyli, als vnser liber vater graf Fridr. vnd vnser liber brůder graf Vlr. selig, von Cili, an iͤrem ende, geschaffet haben, da hat vnser getrewr chapplan vnd schreiber herr Heinr. pfarrer ze Tyuer zu derselben ewigen messe geben, den sacz, den er hat von dem abt vnd dem gotshaus von Obernburch, ze Chrain gelegen, der im stet drithalb hundert guldein, als sein briͤf wol weisent dï er von in darvmb hat von sein vnd der brůderschaft wegen dï dacz Cili emalens gewesen ist, vnd geit auch darzů chelich, půch, vnd messgewant vnd alle beraitschaft, di zu der ewigen messe gehöret so geit er dem pfarrer sein gemawertes haus bei der pfarr gelegen da er selber zu disen zeiten inn ist vnd den gärten dabei, vnd waz zu demselben haus gehöret, wï daz gehaizzen, oder genant ist, vnd den garten den er, von dem Plümlein gechauft hat, mitsambt dem haus, daz er darauf hat gepawet, mit alle dew vnd darzů gehöret, vnd auch di weingrten in der Slatin gelegen, mit aller irer zugeherung, damit er, im vnd seiner egen. pfarrkirchen, widerlegt di nücz di in abgen möchten, von des altars wegen den er, in derselben kirchen, zu der ewigen messe gebent vnd antwurtent wirt, vnd auch gen dem gesezz daz er, dem chapplan geit der, der vorgeschriben messe phlegen sol vnd da haben wir vnser gunst, willen vnd hand, genzlich zů geben, vnd geben auch mit disem priͤf vnd wï daz der egen. herr Heinr. vnd auch herr Fridr. der zu disen zeiten pfarrer dacz Cili ist, der auch seinen willen genczlich darczů geben hat, gen einander auszihent vnd auzztragent, vmb die egen. ewigen messe vnd vmb all ander sachen, dï si mit einander darumb zeschaffen habent, vberain choment, vnd auzzrichtent, da geben wir vnsern willen genczlich zů vnd sol ez auch fürbazz ewiklich dabei beleiben vnd stet gchalden vnd volfürt werden, an allez geuerd. Mit vrchund dicz briͤfs der besigelt ist, mit vnserm vnd mit vnsrer liben wiͤrtinn grefin Kathr. von Cili anhangunden insigelen, diͤ mitsampt den abgen. herrn Heinr. vnd hern Fridr. dï vorgeschriben sach alle mit vnserm vollen gewalt an vnsrer stat, auzzrichten sol, der geben ist dacz Cili an des heiligen chreuczs tag ze herbste nach Christs gepürd dreuzehen hundert jar darnach in dem vir vnd sibenczigistem jar.
Beschreibung
Ausf. Perg. 26,5 x 19 cm, Plica 2 cm
2 Sigg. pend.:
1. Sig. pend. l. besch., Graf Hermann I. von Cilli, Wachs 35 mm; Rücksiegel
2. Sig. pend. unbesch., Gräfin Katharina von Cilli, Wachs 27 mm
Archiv
Ausfertigung
Arhiv Republike Slovenije, Zbirka listin, 1375 IX 14 (SI AS 1063/5986)
ehemalige Signaturen: Rep. II 38
vormals: Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Allgemeine Urkundenreihe, 1374 IX 14 (bis 1980er)
Nachweise
Regest
Domenig, Christian: "tuon kunt". Die Grafen von Cilli in ihren Urkunden (1341-1456). Diss. Klagenfurt 2004, Nr. 84, S. 149. OBV