Elze Urkunden-Regesten Auersperg NF 18: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 1. Juni 2026, 12:13 Uhr

Elze, Theodor: Urkunden-Regesten aus dem gräflich Auersperg’schen Archiv in Auersperg. In: Mittheilungen des historischen Vereins für Krain  20 (1865), S. 3–6, hier S. 5.



[NF] 18) 1460, Montag nach S. Franciscen Tag, ― gegeben zu Laybach. ― Caspar Melcz, des hochgebornen Grafen Vlreichs Grafen zu Schawmberg, Verweser in Krain, erklärt, daß Frau Barbara, weiland Jörgen des Rosenbergers Witib, Lienharten des Paradeyser Hausfrau, heute vor Gericht gekommen sei und zu erkennen gegeben habe, daß ihr Kunrad Appholtrer und Engelhart von Awerperg den gerichtlichen Schirm= und Behabbrief über folgende Stücke und Güter: das Dorf Peymitsch mit seiner Zubehörung, deß 6 Huben sind und ein Bergrecht zu Gadenstein auf 50 „Ember“ Most, item ein Weingarten dabei, item zu Dobraw 3 Huben mit ihrer Zugehörung, item am Fuert mit ihrer Zugehörung, item zum Mayrhoff in „Gurkvelder veld“ vierthalb Huben mit ihrer Zugehörung, item zu Podleg dritthalb Huben mit ihrer Zugehörung, ― welchen Schirmbrief sie von der 800 „Ember“ Most wegen, so sie dem Niklas Sicherberger mit einem Landrecht anbehabt hätte, laut seines Inhalts erlangt habe ― so wie eine Behabniß, denselben Sicherberger um 50 Pfund Pfennige selbander berührend, gänzlich von ihr abgeledigt, und ihr dafür völliges Benügen gethan. Darauf wolle sie nun solchen Schirm= und Behabbrief sammt der gedachten Behabniß mit allen ihren Rechten dem Kunrad Appholtrer, Engelhart von Awersperg und ihren Erben übergeben, und frage, ob sie dieß thun könne. Darauf sei von den Landleuten zu Recht erkannt worden, daß sie es thun möge, worauf Frau Barbara dieselben heute vor Gericht dem Appholtrer, Engelharten von Awersperg und ihren Erben übergeben habe. Darauf baten die jetzt genannten Appholtrer und Engelhart von Awersperg zu fragen, ob ihnen und ihren Erben über solche Übergabe billig ein Übergabsbrief gegeben würde, der ihnen also mit voller Frage und Urtheil der Landleute zu Recht erkannt und erfunden worden sei. Urkund unter „meinem“ anhangenden Insigel. ― (Pergmt. ― Deutsch. ― Mit unkenntlichem Sigel.)